Neuauflage des Torschussdramas

Ismaning: Die nächste Pleite

+
Ismaning steht sich selbst im Weg: David Tomasevic (vorne) und Manuel Ring behindern sich.

Der FC Ismaning kennt das Gefühl bestens, mit leeren Händen nach eigentlich ordentlichen Partien da zu stehen. Auch gegen das Topteam des TSV Dachau 65 setzte es eine 1:2 (0:1)-Heimniederlage, weil die Gastgeber sich einfach nicht für ihren Aufwand belohnten.

Den Grundstock für den Erfolg auf dem Kunstrasenplatz im Ismaninger Sportpark legten die Dachauer gleich in der ersten Viertelstunde, als sie den FCI überraschten und mehrfach in Probleme brachten. Im Stil einer Spitzenmannschaft schlugen die Dachauer schon in der 4. Minute Kapital aus einer Chance, die zum Tor führte. Dabei war vor allem der Vorbereitungspass von Qendrim Beqiri sensationell.

Mitte der ersten Hälfte waren dann auch die Ismaninger gleichwertig drin in einem munteren Spielchen mit gerecht verteilten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Etwas glücklich, aber nicht unverdient nahmen die Dachauer dann aber den Vorsprung mit in die Kabine. Die Neuauflage des Ismaninger Torschussdramas folgte dann in der zweiten Hälfte, als die Platzherren die Partie im Griff hatten und sich ausreichend Möglichkeiten herausspielten, um sicher zu gewinnen. Ismaning machte alles richtig und belohnte sich nicht. Eine gute Portion Pech war im Spiel, als Maximilian Siebald und der eingewechselte Alexander Auerweck die Latte trafen. Mijo Stijepic überlupfte frei vor dem Tor den Keeper und hob den Ball ganz knapp über den Querbalken. Manuel Ring zielte einmal daneben, als das halbe Tor für den Abschluss frei war.

Der FCI dominierte die Spitzenmannschaft mit einer nun wirklich guten Leistung. In das Bild passte dann, dass sich die Platzherren nach dem Festival der vergebenen Möglichkeiten dann auch noch selbst den Todesstoß verpassten. Nach einem kapitalen Bock von Bastian Fischer legten die Gäste zehn Minuten vor dem Ende noch das 0:2 nach. Als es schon zu spät war, gelang dem FCI doch noch ein Ehrentörchen, was mehr Ironie als Anlass zur Freude war.

„Selbst ein Unentschieden wäre für Dachau glücklich gewesen“, sagt der Ismaninger Trainer Xhevat Muriqi. Sein Team hat als Tabellenzwölfter nun nur noch zwei Plätze und drei Punkte Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz im Keller. Für Aufsteiger Ismaning wird die Luft immer dünner und die Hochbegabten im Kader müssen sich dafür an die eigene Nase fassen.

FC Ismaning – TSV Dachau 65 1:2 (0:1).

FCI: Hipper – Beck, Ehret, Tomasevic, Siedlitzki (67. Auerweck) – Fischer, Killer – Siebald, Ring – Stijepic, Vidovic (82. Olwa Luta).

Tore: 0:1 Cekic (4.), 0:2 Doll (80.), 1:2 Stijepic (90.).

Schiedsrichter: Steffen Ehwald (Geldersheim) – Zuschauer: 130.

Quelle: fussball-vorort.de

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Unschöne Szenen: Pummer rastet nach 2:0-Sieg des FCU aus
Unschöne Szenen: Pummer rastet nach 2:0-Sieg des FCU aus
Unterhaching: Bigalke schießt den FC Bayern ab!
Unterhaching: Bigalke schießt den FC Bayern ab!
Nicht trainiert: Torjäger Chaka Ngu’Ewodo fliegt aus SVP-Kader
Nicht trainiert: Torjäger Chaka Ngu’Ewodo fliegt aus SVP-Kader
Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!
Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!

Kommentare