TSV baut auf Teamgeist und Variabilität

Kalichman: "Derzeit nicht überall landesligatauglich"

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Willi Kalichman ist heute mit dem TSV Eching zu Gast in Karlsfeld.

TSV Eching – Endlich wieder ein Gegner auf Augenhöhe. In dem heutigen Gastspiel beim Aufsteiger TSV Eintracht Karlsfeld (20 Uhr) können die Landesligakicker des TSV Eching ihre Position vor den Relegationsplätzen festigen.

Allerdings ist der Gegner im Aufwind. Mit dem Auswärtssieg beim SB Chiemgau Traunstein hat der Aufsteiger aus dem Landkreis Dachau am vergangenen Wochenende ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Karlsfeld hat damit den letzten Platz an den FC Töging abgegeben und auch offiziell die Ferien abgeschlossen. In den ersten Spielen musste der Neuling wegen seiner vielen Urlauber gewaltig zaubern.

Der TSV Eching dagegen kann keine Entwarnung geben: Philipp Schuler hat sich in seinen zweiten Urlaub verabschiedet. Für ihn übernimmt quasi im fliegenden Wechsel Jan Strehlow, der diese Woche wieder nach Hause kam. Mit Urlaubern und Verletzten fehlen weiter sieben Mann, weshalb sich das Team quasi von selbst aufstellt.

Beim 2:2 gegen Geretsried organisierte Co-Trainer Florian Bittner die Viererkette, was derzeit der Mannschaft mehr hilft als seine offensiven Stärken im Mittelfeld. Dort führte sich der etatmäßige Innenverteidiger Daniel Hahner gut auf der dreifachen Sechs ein. Bittner wiederum ist für Rückstände im Spiel die erste Option bei der Umstellung auf eine offensivere Gangart. „Bei uns muss jeder Spieler alle Positionen spielen können“, sagt Trainer Willi Kalichman.

Die Variabilität und der Teamgeist sind derzeit die Trumpfkarten, die Defizite gegenüber anderen Mannschaften wett machen sollen. „Wir wissen auch, dass wir derzeit noch nicht überall landesligatauglich sind“, sagt der Echinger Coach. Der Improvisationsbedarf hatte zuletzt auch die Folge, dass Hassan Aden in die Position des zentralen Stürmers befördert wurde, um den verletzten Fabi Hrgota zu vertreten.

„Bei seinen zwei Chancen gegen Geretsried hätte Fabi wahrscheinlich zwei Tore gemacht“, sagt Kalichman. Seinem Angreifer in der vordersten Front stellt er dennoch ein gutes Zeugnis aus, „weil Hassan unglaublich viel für die Mannschaft arbeitet“.

Bei dem schnellen Offensivspieler schätzt der Übungsleiter auch die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten. Er sieht Aden derzeit als Stoßstürmer, nach der Rückkehr von Hrgota dann auf der offensiven Außenbahn oder auch als zweite Spitze. Das wiederum bietet das Potenzial, auf die Stärken und Schwächen der jeweiligen Gegner zu reagieren. Der am liebsten im Zentrum spielende Aden könnte mit einem Tor in Karlsfeld dem Trainer Argumente liefern.

Aufstellung: Kestler – Strehlow, Poschenrieder, Bittner, Basic – Hahner, Del Valle Ledesma, Juric – Höltl, Doms – Aden.

Text: Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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