Hrgota bringt die Spannung kurz zurück

Kalichman nach 2:4: "Auf Grundeinstellung kann man aufbauen"

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Die Kopfballhoheit täuscht: In der ersten Halbzeit sprang für die Echinger mit Hassan Aden und Daniel Hahner (v. r.) nichts Zählbares heraus. Das änderte sich erst, als Joker Fabi Hrgota (l.) eingewechselt wurde.

TSV Eching – Der Auftakt ging gründlich daneben. Die Fußballer des TSV Eching starteten gegen Aufsteiger TSV Kastl mit einer 2:4 (0:2)-Niederlage in die neue Runde der Landesliga, auch weil die große Offensive erst zu spät kam. Im Heimspiel wäre für das neu formierte Team deutlich mehr drin gewesen.

Die erste Halbzeit war nicht allzu unterhaltsam für die Echinger Fans. Der Gast hatte ein Übergewicht und führte nach 22 Minuten mit 2:0. Das ging so auch in Ordnung, weil Echings neue Viererkette auf den Außenpositionen mehrfach Schwierigkeiten hatte, die Kastler am Flanken zu hindern. Auch standen einige Spieler zu weit vom Gegner weg.

„Die Anfangsphase haben wir einfach komplett verschlafen“, stellte später Trainer Willi Kalichman fest. Einziger Hoffnungsschimmer war kurz vor der Pause ein Freistoß vom spielenden Co-Trainer Florian Bittner, bei dem der Gästetorwart mit einer starken Parade den Anschlusstreffer verhinderte.

Nach rund einer Stunde erfolgte in dem Spiel die große Wende. Die Echinger stellten da um und begannen auf einmal, mit Herzblut und beeindruckender Dynamik anzugreifen. Das Aufbruchssignal waren die Einwechselungen von „Mr. Eching“ Fabi Hrgota, Marko Juric und dem auf dem Flügel extrem wirbelnden Yakhya Diop.

Bitter war nur, dass in die Wende hinein Kastl die Aufholjagd mit dem 3:0 verschärfte. Aber ein Fabi Hrgota ist nie zu unterschätzen, weil er federführend binnen vier Minuten die Spannung ins Match zurückholte. In der 68. Minute legte er für seinen Co-Joker Juric das 1:3 auf und machte dann in der 72. Minute ein Supertor. Bei ihm wirkt es, als sei eine kurze Ballannahme mit Kracher in das Kreuzeck eine der einfachsten Aktionen. Die Echinger drängten mit Mann und Maus auf den Ausgleich und hätten sich den auch verdient gehabt. Kastl kam minutenlang gar nicht mehr aus dem eigenen Strafraum heraus und betete sich irgendwie über die Zeit.

Und wurde wohl vom Fußballgott erhört, denn in der 86. Minute machte der Gast das 4:2 – bitter für Echings Offensivbemühungen. Bei einer Freistoßflanke waren sich Torwart Kestler und Verteidiger Bittner nicht ganz einig, was den Treffer quasi aus dem Nichts begünstigte. Ärgerlich war schon der Freistoß davor, als der Schiedsrichter Vorteil gelten ließ und fünf (!) Pässe später doch noch abpfiff.

Trainer Kalichman lobte die Moral seiner Mannschaft: „Wir haben auch bei einem 0:3-Rückstand noch an uns geglaubt und hätten uns durch die Willensstärke in der Schlussphase auch ein 3:3 verdient gehabt.“ Auf dieser Grundeinstellung könne man aufbauen, wobei kommenden Freitag im Derby beim VfB Hallbergmoos die Trauben natürlich sehr hoch hängen werden.

Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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