Noch ist Pipinsried nicht durch

5:1 - Kantersieg vor den Augen von Hürzeler

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Begegnung am Spielfeldrand: Der künftige Pipinsrieder Spielertrainer Fabian Hürzeler (Mitte) und Neuzugang Marco Bläser im Gespräch mit dem FCP-Boss Konrad Höß.

FC Pipinsried - Der rechte Fuß des FC Pipinsried hat das rettende Ufer bereits erreicht, doch der linke Huf steckt noch mitten drin im Abstiegssumpf.

Obwohl der FC Pipinsried das Heimspiel gegen die SpVgg Hankofen-Hailing mit 5:1 (1:0) gewonnen hat, ertönten in der FCP-Arena noch keine Triumphgesänge. Erst am kommenden Wochenende in Kirchanschöring entscheidet sich, ob der FCP auch in der Spielzeit 2016/17 in der Bayernliga Süd Fußball spielen darf.

FCP-Coach Bernd Weiß zeigte sich nach dem Schlusspfiff erleichtert, er warnte allerdings schon vor dem anstehenden Auswärtsspiel: „Natürlich bin ich sehr glücklich über den Sieg. Aber der Spieltag ist ansonsten nicht ganz so verlaufen, wie wir uns das erhofft haben, noch sind wir nicht gerettet. Wir müssen am kommenden Wochenende in Kirchanschöring punkten und darauf hoffen, dass die anderen Mannschaften hinter uns nicht gewinnen. Allerdings haben wir heute sehr viel von unserem Glück aufgebraucht, das müssen wir uns nächste Woche wieder neu verdienen. Die rote Karte von Philip Grahammer trifft uns natürlich hart, doch wir werden auch dafür eine Lösung finden.“

Vor dem Anpfiff wurden der langjährige FCP-Kapitän Martin Finkenzeller (SpVgg Unterstall-Joshofen), der sieben Jahre in Pipinsried kickte, und Arthur Kubica (FC Unterföhring), immerhin fünf Jahre im FCP-Trikot, vom stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Roland Küspert verabschiedet. Im Sommer verlassen weitere Spieler den FCP, auch Manuel Eisgruber (VfR Garching) und Serge Yohoua (FC Gerolfing) werden in der kommenden Spielzeit nicht mehr für Pipinsried auflaufen.

Danach wurde Fußball gespielt in Pipinsried. Den ersten Abschluss hatte Thomas Berger mit einem Schuss nach einer Finkenzeller-Flanke, er verpasste sein Ziel knapp. Besser machte es wenig später Emre Arik. Nach einem Zuspiel von Thomas Berger traf der bereits am vergangenen Wochenende in Ruhmannsfelden erfolgreiche Arik mit einem Schuss aus spitzem Winkeln in die linke obere Ecke (9.).

Die Gäste aus Hankofen kamen erstmals nach einer Viertelstunde gefährlich vor das Tor von Kevin Maschke. Einen Schuss von Tobias Biermeier aus kurzer Distanz konnte der Pipinsrieder Schlussmann jedoch parieren. Nach einem direkt ausgeführten Freistoß von Philip Grahammer (19.), den der Hankofener Schlussmann Max Putz abwehren konnte, passierte vor beiden Toren nicht mehr viel im ersten Durchgang. Kurz vor der Halbzeit tauchten die Pipinsrieder noch einmal gefährlich vor dem Gästetor auf. Nach einem Schuss von Innenverteidiger Denny Herzig, verpasste es Thomas Berger, im Nachschuss auf 2:0 zu stellen. Einmal wurde es jedoch auch noch vor dem FCP-Tore gefährlich, nach einer Ecke traf Christian Spengler nur das Außennetz. „Noch ist das ein bisschen zu wenig. Unser Keeper Kevin Maschke hat uns bislang im Spiel gehalten“, meinte Roland Küspert auf dem Weg in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel dauerte es nur vier Minuten, dann durften die FCP-Fans zum zweite Mal jubeln. Manuel Eisgruber stellte mit seinem 13. Saisontreffer auf 2:0. Während ein Burmberger-Freistoß (55.) für FCP-Schlussmann Kevin Maschke keinerlei Probleme darstellte, musste sich sein Gegenüber Max Putz beim Freistoß von Emre Arik (62.) aus etwa 30 Metern schon gewaltig strecken, um das Spielgerät über die Latte zu klären. Philip Grahammer hatte Mitte des zweiten Durchgangs das 3:0 auf dem Fuß, doch sein Freistoß strich knapp am linken Pfosten vorbei ins Toraus.

Fast im direkten Gegenzug kam Christian Schedlbauer nach einem Zuspiel von Lukas Reif zum Abschluss, doch Kevin Maschke war auf dem Posten und wehrte ab.

20 Minuten vor dem Schlusspfiff wurde es dann noch einmal richtig spannend in Pipinsried. Nach einem vermeintlichen Foulspiel von Innenverteidiger Denny Herzig zeigte Schiedsrichter Pantelis Gitopoulos auf den Punkt. „Das war ein normaler Körperkontakt, kein Foul“, schimpfte Küspert nach dem Pfiff. Christian Schedlbauer verwandelte den fälligen Foulelfmeter zum 1:2 (71.). Und nach dem Hankofener Anschlusstreffer ging es dann richtig rund im FCP-Stadion. Nach einem Gerangel zwischen mehreren Spielern schickte der Referee sowohl Hankofens Nicolas Jäger als auch den Pipinsrieder Philip Grahammer mit der roten Karte vom Feld (75.). Grahammer wird dem FCP somit im wichtigen letzten Punktspiel beim SV Kirchanschöring fehlen.

Manuel Eisgruber erlöste die FCP-Fans wenig später, er stellte mit seinem zweiten Treffer auf 3:1 (77.). Den Deckel drauf machte Andreas Götz vier Minuten später nach einer Traumkombination. Emre Arik zog nach einem Pass von Götz in den Strafraum, behielt dann jedoch den Kopf oben und bediente Götz, der aus kurzer Distanz nur noch einschieben musste. Armin Lange sorgte sieben Minuten vor dem Abpfiff mit einem Schuss aus spitzem Winkel für den 5:1-Endstand.

Pipinsried hat es selbst in der Hand

Der FC Pipinsried spielt in der kommenden Saison in der Bayernliga wenn:

- Der FC Pipinsried sein Auswärtsspiel beim SV Kirchanschöring gewinnt.

- Der FC Pipinsried in Kirchanschöring unentschieden spielt und eine der Mannschaften aus Kottern (gegen Erlbach), Schwabmünchen (gegen Unterföhring) oder Vilzing (gegen Wolfratshausen) nicht gewinnt oder Landsberg (gegen Garching) verliert. Gegen den dann punktgleichen TSV Landsberg hat der FC Pipinsried den direkten Vergleich (2:0/1:1) gewonnen.

- Der FC Pipinsried in Kirchanschöring verliert und eine der MannschaftenausKottern(gegenErlbach), Schwabmünchen (gegen Unterföhring) oder Vilzing (gegen Wolfratshausen) verliert.

Matthias Kovacs

Quelle: fussball-vorort.de

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