"Es hat sich einiges geändert"

BCF Kapitän Kasperek über Trainerwechsel, Neuzugänge und Zuschauermisere

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Tragende Säule des BCF-Teams: Lech Kasperek (li.) trägt auch in dieser Saison die Kapitänsbinde.

BCF Wolfratshausen – Vor 15 Jahren wechselte Lech Kasperek von den A-Junioren des TSV 1860 München zum BCF Wolfratshausen. Dort erlebte er alle Höhen und Tiefen.

Wer sonst, wenn nicht das Farcheter Urgestein, könnte die momentane Stimmung beim Bayernligisten besser beurteilen? Nach dem wegen Regen abgebrochenen Testspiel gegen Türkgücü verriet der 33-Jährige unserem Mitarbeiter Peter Herrmann, was sich unter dem neuen Trainer Patrick Peltram verändert hat und wie der BCF mehr Zuschauer ins Isar-Loisach-Stadion locken könnte.

Herr Kasperek, mit Patrik Peltram hat der BCF einen Trainer verpflichtet, der sich in vielerlei Hinsicht von seinem Vorgänger Reiner Leitl unterscheidet. Wie empfinden Sie den Wechsel?

Es hat sich einiges geändert: Reiner Leitl war ein Trainer vom alten Schlag. Er hat bei den Spielern viel vorausgesetzt. Patrick Peltram verfolgt einen anderen Ansatz: Er schaut auf die Entwicklung der Spieler und gibt auch jungen Talenten viel Verantwortung. Insgesamt sind die Trainingseinheiten moderner. Auch der Umgangston ist ruhiger und sachlicher.

Wie beurteilen Sie den Weggang von Marco Höferth?

Was die fußballerische Qualität betrifft, ist das sicherlich ein Riesenverlust. Wir haben Marco viel zu verdanken. Ich wünsche ihm, dass er in Holzkirchen von Verletzungen verschont bleibt. In der vergangenen Saison ist er ja mehrere Monate ausgefallen. Da hat man schon gesehen, dass so ein Spieler schwer zu ersetzen ist.

Der BCF hat viele Spieler verpflichtet. Welchen Eindruck machen die Neuen auf Sie?

Diese Frage kommt vielleicht noch etwas zu früh. Schließlich haben wir gerade einmal ein halbes Vorbereitungsspiel absolviert. Im Training deutete sich aber schon an, dass alle einen super Charakter haben und voll mitziehen.

Sie selbst stehen nun vor Ihrer 16. Saison in Farchet. Haben Sie nie daran gedacht zu wechseln?

Ich hatte auch in diesem Jahr wieder einige Angebote von unterklassigen Vereinen, die ich aber alle abgelehnt habe. Hier beim BCF passt für mich einfach alles. Ich wohne um die Ecke, und meine Arbeitsstelle (Kasperek arbeitet als technischer Berater in einem Verpackungszentrum bei Hohenschäftlarn, Anmerkung der Redaktion) ist von Wolfratshausen aus schnell erreichbar.

Was trauen Sie dem BCF in der kommenden Saison zu?

Wenn wir vom Verletzungspech verschont bleiben, sollte für uns schon ein Platz im gesicherten Mittelfeld möglich sein.

Reicht dieser Anspruch, um mehr Zuschauer zu den Heimspielen zu locken? In der vergangenen Saison kamen selten mehr als 150 Besucher zu den Begegnungen.

Das liegt zum Teil auch daran, dass am Samstag im Umkreis von wenigen Kilometern bis zu zehn Spiele stattfinden. Selbst zu den Partien der Bayernliga-Spitzenmannschaft SV Pullach kommen im Schnitt gerade einmal 100 Zuschauer. Vielleicht könnte man ja mehr Begegnungen am Freitagabend austragen, um das Ganze etwas zu entzerren.

Peter Herrmann

Quelle: fussball-vorort.de

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