Vorletztes Heimspiel gegen Hankofen

BCF: Kein Prozent herschenken

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Ein Mann für Startelf: Jona Lehr (im grünen Trikot) kehrt für das heutige Heimspiel gegen die SpVgg Hankofen zurück in die Offensive des BCF Wolfratshausen.

BCF Wolfratshausen - Die Elf von Reiner Leitl hat es weiterhin selbst in der Hand, den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern.

39:37 – das klingt wie das Ergebnis eines Handballspiels zweier Teams ohne sattelfeste Defensive. Tatsächlich aber illustrieren diese Zahlen die Vorzeichen der heutigen Begegnung im Isar-Loisach-Stadion. Es ist der Punktestand beider Kontrahenten. Beim BCF hat sich dieser Wert in den vergangenen Wochen mäßig verbessert. Nur einmal ging die Elf von Reiner Leitl siegreich vom Platz. Vergangene Woche, beim 1:0-Erfolg in Ruhmannsfelden. Ein ganz wichtiger Dreier der Farcheter. Anders sieht es bei Hankofen aus. Es stand schon deutlich schlechter um die Niederbayern. Doch befeuerte die jüngste Erfolgsgeschichte die Aussichten der SpVgg auf den Klassenverbleib nachhaltig. Von den fünf letzten Begegnungen verlor sie nur eine, dreimal gewann sie.

Mit einem neuerlichen Sieg würden die Gäste die Wolfratshauser sogar überholen. Die wiederum haben gewichtige Vorteile: das Heimspiel heute, dann drei weitere Vergleiche mit unmittelbaren Konkurrenten. „Alles Spiele auf Augenhöhe“, verweist Leitl auf die Bedeutung der kommenden Partien. Absoluter Druck herrscht derzeit nicht. Selbst bei einer Niederlage bleiben dem BCF eine Reihe guter Möglichkeiten. Zudem müssten die hinter ihm platzierten Teams das stattliche Polster von sechs Zählern mit entsprechenden Ergebnissen verkürzen. Während der Woche misslang das in zwei Fällen: Dachau 65 verlor ebenso wie die DJK Vilzing.Natürlich gilt aber auch in Farchet: je eher, desto besser. Leitl spricht von einer „tollen Geschichte“, sollte heute der vorentscheidende Coup gelingen. An die „Leistungsgrenze“ zu gehen, soll dabei kein Tabu sein. „Hankofen ist nicht leicht zu bespielen“, hält der Cheftrainer fest. Viermal unterlag der BCF in den zurückliegenden Jahren, dreimal siegte er. Leitl ist überzeugt, dass die Faktoren „Leidenschaft und Zweikampfhärte“ über die Partie entscheiden werden. Schon deswegen dürfe seine Equipe „kein Prozent weggeben“.

Der Trainer räumt ein, dass nach dem jüngsten Sieg die Mannschaft „etwas befreiter“ wirkt. Doch müsse es in diesen bedeutungsvollen Wochen in jeder Trainingseinheit brennen. „Dies war aber nur am Donnerstag beim Abschlusstraining der Fall.“ Es ist aber auch nicht einfach: Die Verletztenliste ist unverändert lang und wird es bis Saisonende bleiben. Mit zwei Ausnahmen: Die Rückkehr von Michael Rauch und Michael Marinkovic erwartet Leitl vor den beiden finalen Punktspielen. Kommende Woche soll das Duo ins Teamtraining einsteigen. Heute muss es die Belegschaft der Vorwochen regeln. Mit kleineren Umstellungen: Leitl möchte Mitch Rödl im Mittelfeld wissen, Chris Korkor dafür gegen einen schnellen Außenspieler der Gäste auf der Linksverteidiger-Position. Jona Lehr dürfte trotz Schmerzen am Schienbein in die Startelf rücken.

BCF Wolfratshausen: Pradl – Hoffmann, Kasperek, Misirlioglu, Korkor – Scheck, Duswald, Rödl, Faganello – Lehr, Diep; Kluge, Kaya, Rappel, Ratte.

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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