Kopf der Woche: Karel Kopec

Kopec: Fast wie Lewandowski

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Karol Kopec traf gegen den SC Oberweiktershofen.

SC Fürstenfeldbruck - Klar geht es noch besser. Dann aber sollte man schon Lewandowski heißen. Der hat mal für Bayern fünf Tore in neun Minuten geschossen. Karel Kopec, sein polnischer Landsmann, nun immerhin drei in zwölf Minuten.

Auch nicht schlecht. Zumal es recht wichtige Treffer waren, für den akut abstiegsgefährdeten SC Fürstenfeldbruck, aber auch für Kopec selbst.

„Drei Punkte, drei Tore gegen Oberweikertshofen, das hat Spaß gemacht“, so der Pole. Schmutzige Wäsche wollte er nicht waschen, aber so ganz vergessen scheint er die Nebengeräusche nicht zu haben, die vor knapp zwei Jahren seinen Wechsel eben aus Oberweikertshofen nach Fürstenfeldbruck begleitet hatten. Die Freigabe wollte man ihm verweigern, nach einigem Hickhack setzte sich Kopec durch. Sportlich zumindest hat sich für ihn der Transfer bisher nicht gelohnt, während sein Ex-Klub in der Landesliga Südwest zu den Top-Teams zählt, zittert der traditionell unruhige SCF wieder um den Klassenerhalt. Kopec selbst hat seit Ende Oktober nicht mehr getroffen, nach zuletzt schwächeren Leistungen saß er am Samstag zunächst nur auf der Bank.

Eingewechselt wurde er erst in der 62. Minute, acht Minuten später traf er zum 1:0, weitere fünf Minuten später zum 2:0 und schließlich in der 82. Minute zum Endergebnis von 3:0. Danach war der Arbeitstag des 26-jährige Polen auch schon wieder zu Ende, ein Stich im Oberschenkel machte das Weiterspielen unmöglich. Da aber hatte er seinen Auftrag ja längst mehr als erfüllt. Die Aufstiegshoffnungen des Dorfklubs sind damit praktisch beendet, Kopec’s Brucker aber dürfen wieder vom direkten Klassenerhalt träumen. Zumindest, wenn ihr diesmal so treffsicherer Pole weiter auf den Spuren Lewandowskis wandelt. 

FUSSBALL-AMATEURE Die Amateurfußballseite erscheint jeden Mittwoch. Autor ist Reinhard Hübner, erreichbar unter komsport@t-online.de

Text: Reinhard Hübner

Quelle: fussball-vorort.de

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