Spiel der Woche

Landkreis-Derby mit Rollentausch

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Begnadeter Torjäger: Dachaus Rückkehrer Christian Doll.

FC Pipinsried/TSV Dachau - Es gab eine Zeit, da wurde der FC Pipinsried nicht als oberbayerische Mannschaft wahrgenommen. Wegen der Nähe zu Augsburg und Aichach spielte man im Bezirk Schwaben, obwohl der Ortsteil von Altomünster zum oberbayerischen Landkreis Dachau gehört.

Das aber ist lange her, seit 1999 spielt der FC auf Verbandsebene und das so stark, dass er zweimal nur knapp den Aufstieg in die Regionalliga verpasste.

Im Landkreis Dachau war man damit der Platzhirsch, weder der ASV noch der TSV 1865 aus der Kreisstadt konnten dem Dorfverein das Wasser reichen. Dass es aber am Sonntag (17 Uhr) im Derby für Pipinsried nicht um die Vorherrschaft im Kreis, sondern nur noch darum geht, den Rückstand in der Bayernliga auf Dachau 65 von zehn auf sieben Zähler zu verkürzen, hat viel mit dem zweiten Anlauf zur Regionalliga zu tun. Nach dem neuerlichen Scheitern hat der erfolgreiche Spielertrainer Tobias Strobl das Handtuch geworfen, überraschend für den mächtigen Vereinschef Konrad Höß, der nicht nur den Trainer, sondern auch viele Spieler ersetzen musste. In der Kürze der Zeit ist ihm das nicht wie gewohnt gelungen, der FC geriet in Schieflage und in zeitweise akute Abstiegsgefahr.

Inzwischen spielt man, unter dem neuen Spielertrainer Fabian Hürzeler, wieder einen recht ansehnlichen Fußball, ist aber „vor dem Tor einfach nicht effektiv“, so Hürzeler. Da wünscht sich mancher Christian Doll zurück, der im Winter 2015 von Dachau 65 gekommen war, in zwölf Spielen immerhin fünfmal getroffen und Chancen vorbereitet hatte. Am Sonntag kommt er zurück, allerdings wieder im Dress der Dachauer. Dort hat er, nach einem Regionalliga-Intermezzo mit Rain, mit drei Treffern in fünf Spielen und mehreren Assists großen Anteil am Höhenflug der 65er, die drauf und dran sind, die Tabellenspitze anzugreifen. Einen Stürmer dieses Kalibers würde sich Hürzeler wünschen. Vielleicht wäre Marco Bläser einer gewesen, der aber hat zu wenig Vertrauen gespürt und um Auflösung seines Vertrags gebeten. Bläsers Stammverein übrigens ist Dachau 65, im Derby wäre er sicher besonders motiviert gewesen.

Text: Reinhard Hübner

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Quelle: fussball-vorort.de

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