Tabellenführer Pullach zu Gast

Letzter gegen Erster: BCF braucht ein Wunder

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Wacker geschlagen hat sich der BCF Wolfratshausen um (v. re.) Emin Kaya und Gregoire Diep im Hinspiel in Pullach, das er trotzdem mit 0:2 verlor. An diesem Samstag ist der Bayernliga-Spitzenreiter zu Gast beim Tabellenschlusslicht.

BCF Wolfratshausen - Der Papierform nach ist es ein völlig aussichtsloses Unterfangen: Das Bayernliga-Schlusslicht BCF Wolfratshausen möchte an diesem Samstag (14 Uhr) auf dem Kunstrasen im Isar-Loisach-Stadion dem ungeschlagenen Spitzenreiter SV Pullach Paroli bieten.

In regelmäßigen Intervallen trudeln die Spielabsagen aus der Region ein. Der Winter nähert sich unaufhaltsam, und Fußball macht bei Eiswind und hartem Untergrund nicht wirklich viel Spaß. Doch während die unteren Spielklassen an diesem Wochenende ihre Pforten schließen, allenfalls noch Nachholpartien ausgetragen werden, reicht der Terminkalender in der Bayernliga noch bis zum Ende des Monats. Für den BCF ist damit die Pflicht verbunden, den Abstand zu den Nichtabstiegsplätzen nicht komplett abreißen zu lassen, wenigstens aber den Anschluss zu den Relegationsrängen zu wahren.

Dumm nur: Zwei der drei kommenden Gegner gehören der höchsten Schwierigkeitsstufe an. Einzig der SV Kirchanschöring liegt mit acht mehr gesammelten Zählern noch so halbwegs in Schlagdistanz der Farcheter.

Für das heutige Derby gegen Pullach lassen sich allerdings kaum Argumente für einen Sieg des Ballclubs finden. Es ist das Duell des hoffnungslosen Außenseiters und Schlusslichts gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter. „Es spricht nichts für uns“, räumt Marco Stier ein. „Denn Pullach ist die beste Mannschaft der Liga.“ Hoffnungen hegt der BCF-Trainer freilich schon. Doch dazu bedürfe es schon besonderer Vorkommnisse: „Der SVP müsste einen sehr schlechten Tag erwischen, und wir bräuchten deutlich mehr Glück als zuletzt.“ Seine Truppe müsse den Vergleich mit den Isartalern als „besonderes Spiel“ sehen und „extra motiviert“ sein, betont Stier. Natürlich spuke in den Köpfen seiner Kicker der Wunsch herum, den erfolgsverwöhnten Raben als erster Club ein Haxerl zu stellen. „Wenn wir die erste Mannschaft sind, die Pullach schlägt, könnte das zu einem Befreiungsschlag für uns führen“, gibt der Coach zu bedenken.

„Vielleicht unterschätzen sie uns“, hofft der 32-Jährige, wenngleich er weiß: „Das wird sehr, sehr schwer.“ Zumal seine Elf auf dem engen Kunstrasenplatz bei Ballbesitz rasch unter Druck geraten könnte. „Wir müssen sehr kompakt spielen und uns mit Händen und Füßen wehren.“ Und natürlich in jedem Zweikampf eine unerbittliche Präsenz zeigen.

Die personelle Situation beim BCF ist unverändert. Heißt: Weitere Ausfälle sind von Wolfratshauser Seite nicht zu beklagen. Onur Misirlioglu trainiert seit zwei Wochen wieder fest mit der Mannschaft. Ein Einsatz des Innenverteidigers käme heute gleichwohl noch zu früh. Weitere personelle Entspannung ist in Sicht: Michael Marinkovic nimmt erstmals nach seiner langen Verletzungspause wieder auf der Bank Platz.

BCF Wolfratshausen: Pradl –  Moll, Kantar, Nummer, Brudy, Ott, Scheck, Rödl, Korkor, Lehr, Gil. Diep –  Wernthaler, Langenegger, Gobitaka, Kaya, Marinkovic.

Schiedsrichter: Quirin Demlehner (FC Julbach-Kirchdorf).

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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