Leugner trifft für Bayernliga-Primus! Pullach schüttelt den nächsten Verfolger ab

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Und wieder einen Verfolger abgeschüttelt: Mit dem 1:0 (1:0)-Heimsieg über den Tabellendritten TSV Rain/Lech entschied Bayernliga-Primus SV Pullach ein weiteres Spitzenspiel für sich.

Im Laufe dieser Hinrunde hatten die Pullacher zuvor, mit Ausnahme des SV Heimstetten (2:2 auswärts), sämtliche Konkurrenten aus der oberen Hälfte des aktuellen Klassements besiegt. Nun wollte sich also der Regionalliga-Absteiger Rain als Stolperstein des ungeschlagenen Spitzenreiters versuchen - und scheiterte an einer sehr ge- und entschlossen auftretenden Heimelf: „Wir haben uns gegen einen sehr guten Gegner, der es uns teilweise schwer gemacht hat, mit Leidenschaft, Einsatz und Willen durchgesetzt. Ich bin hoch zufrieden“, freute sich Trainer Frank Schmöller über den hart erarbeiteten Erfolg.

Wie so oft in solchen Top-Spielen blieben Großchancen auf beiden Seiten Mangelware, beide Teams neutralisierten sich in einer sehr intensiven, von Taktik geprägten Auseinandersetzung. Im ersten Durchgang wirkten die Pullacher etwas dominanter, sie gingen deshalb durch Daniel Leugners Direktschuss nach Andreas Roths Ecke (27.) nicht unverdient mit einer 1:0-Führung in die Pause. Nach dem Wechsel drängten die Gäste vehement auf den Ausgleich, schafften es aber trotz eindeutiger optischer Überlegenheit nicht, klare Möglichkeiten herauszuspielen. Und so konnte Schmöller die Frage, ob sich seine Mannschaft in der zweiten Halbzeit nicht etwas zu weit nach hinten fallen ließ, gelassen kontern: „Wir wollten tief stehen, weil die Rainer mit Tempo die Räume in den Schnittstellen nutzen. Da haben wir sie zum Stehen gebracht. Vom taktischen Verhalten her war das gut. Und das Ergebnis gibt uns recht.“

Völlig zurecht stellte der Coach „eine sehr konzentrierte Leistung in der Defensive heraus“, wobei die Innenverteidiger, Torschütze Leugner und Alexander Benede, sowie Rechtsverteidiger Steffen Purschke eine überragende Vorstellung boten. Stark auch Michael Hutterer: Die beherzten Soli des zentralen Mittelfeldspielers sorgten für Entlastung und endeten meist mit Freistößen für den SVP am gegnerischen Strafraum. Ansonsten war Schmöller in der zweiten Halbzeit mit dem Umschaltspiel nach vorne nicht zufrieden: „Wir haben unsere Konter schlecht zu Ende gespielt. Da müssen wir einen Tick kaltschnäuziger sein. Das waren teilweise Laufwege wie von Kaninchen auf dem Kartoffelacker.“

Nur einmal wurde es brandgefährlich, als Tim Sulmer sich links durchsetzte und Chaka Ngu’Ewodo bediente, der jedoch zu lange zögerte (89.). Im Gegenzug kam Rain zu seiner größten Gelegenheit durch einen Freistoß von Johannes Müller, den Michael Hofmann mit einer ganz starken Reaktion entschärfte: „Sensationell, wie er den Ball hält. Gut, dass wir so einen Torwart haben“, zollte Schmöller dem 43-Jährigen Respekt, der sich selbst über eine Partie ohne Gegentor freute: „War mal wieder Zeit.“ Und auch Mittelfeldmotor Christoph Dinkelbach, der nach langer Verletzungspause ein gutes 50 Minuten-Comeback gab, zog gerade aus dem knappen Ergebnis einen besonderen Lustgewinn: „Die dreckigen Siege sind die schönsten.“

SV Pullach: Hofmann – Purschke, Leugner, Benede, Meißner, Hutterer, Dinkelbach (50. Penic), Bauer (81. Meyer), Sulmer, Roth, Ngu’Ewodo (90.+2. Bavas)

Tor: 1:0 Leugner (27.)

Text: Umberto Savignano

 

Quelle: fussball-vorort.de

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