Vor dem Derby gegen Hallbergmoos

Lösung für Ostertag-Nachfolge bahnt sich an

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Ex-VfB-Keeper Franz Hornof (li.) will seinen Kasten sauber halten. Beim VfB gibt jetzt Ferdi Kozel die Richtung vor, der 2013/2014 noch im Kasten der Zebras stand.

Wenn es in Eching zum letzten Landkreis-Derby der Landesliga-Saison kommt, muss der TSV noch um das Saisonziel „Liga-Erhalt“ bangen. Die Gäste aus Hallbergmoos haben den Bayernliga-Aufstieg längst verpasst, wollen aber Dritter werden.

Noch immer keinen Vorstand hat der TSV Eching. Auch bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am Mittwochabend fand sich niemand, der die Verantwortung übernehmen will Auswirkungen auf den Landesliga-Spielbetrieb hat die erneute Vertagung der Wahl nach den Worten des kommissarischen Vorsitzenden Bernd Hill aber nicht. „Wir haben die Mannschaft für die nächste Saison angemeldet und wollen an diesem Wochenende mit möglichst vielen Spielern die Verträge verlängern“, zeigte er sich entschlossen.

Einen wichtigen Meilenstein stellt die Lösung der Trainerfrage dar. Am zurückliegenden Wochenende keimten Gerüchte auf, Fredi Ostertag würde doch noch ein Jahr dranhängen. Ostertag dementierte umgehend: „Ich werde es definitiv nicht mehr machen. In meinen Augen könnte ich ab jetzt nur noch verlieren“, stellt der Coach klar.

Auch Hill argumentiert in die gleiche Richtung. „Fredi Ostertag hat uns mit viel Engagement aus der Patsche geholfen, als wir vor zwei Jahren vor einem Scherbenhaufen standen“, würdigt Hill die Arbeit seines Cheftrainers. Die jüngsten Tendenzen – wenigstens innerhalb von Teilen der Mannschaft – sprachen allerdings nicht für eine weitere Zusammenarbeit zwischen Trainer und Team. „So einen Zirkus wie im Mai 2014 wollen wir nicht nochmal – und das hat der Fredi auch nicht verdient“, betont Hill ausdrücklich.

Vieles deutet momentan darauf hin, dass der bisherige Assistent Willi Kalichman zum neuen Chefcoach befördert wird. Als spielender Co-Trainer soll Florian Bittner auf dem Feld in die Rolle des verlängerten Arms von Kalichman wachsen. Endgültig bestätigen wollte Hill diese neue Konstellation (noch) nicht, peilt aber die Stunden nach dem Hallbergmoos-Derby als zeitlichen Rahmen an, um Vollzug vermelden zu können.

Ach ja – Fußball, da war noch was. „Dreimal haben wir gegen Hallbergmoos verloren, davon zweimal deutlich“, blickt Ostertag auf die Duelle zurück. „Der VfB hat sich nach einem Zwischentief wieder gefangen. Wir wollen sie im Mittelfeld stören, dürfen sie nicht spielen lassen.“ Denn Ostertag will vermeiden, womöglich noch auf die anderen Teams schauen zu müssen, und den Klassenerhalt aus eigener Kraft sichern.

Nach drei Siegen in Serie und zweimal ohne Gegentor möchte VfB- Trainer Toni Plattner den kleinen Lauf fortsetzen und dadurch den dritten Tabellenplatz sichern. „Das ist ein Leistungsbeweis für uns, wenn auch nicht über die gesamte Saison“, sagt Plattner.

Für die noch nicht gesicherten Echinger werde es jedenfalls keine Geschenke geben. „Eching wird den Klassenerhalt schaffen, auch ohne gegen uns gewinnen zu müssen“, sagt Plattner. Seinem Ex-Verein gönne er den Verbleib in der Landesliga, den sich die Mannschaft auch verdient habe.

Ein Ex-Echinger ist auch Torwart Ferdi Kozel, der diesmal eigentlich als Ersatzl eingeplant war. Der Trainer wollte dem zweiten Torwart Emrullah Karaca Einsatzzeiten und Bewährungsproben in der Landesliga geben. Von diesem Plan rückte er aber wieder ab, damit Karaca weiter in der Zweiten Mannschaft beim Kampf gegen den Abstieg in der Kreisklasse helfen kann.

So darf Ferdi Kozel nun also doch wieder gegen seinen alten Verein auflaufen. Von seinem Torwart schwärmt Toni Plattner in den allerhöchsten Tönen: „Er ist in den letzten Spielen ein Garant für die Null hinten. Ferdi wird ja schon unter der Woche sauer, wenn er ein Trainingsspiel verliert.“ Der Verein und der Keeper bleiben auch nächste Saison beisammen.

Dann könnte Daniel Mömkes auch als Neuzugang eine große Nummer werden. Er arbeitete in den vergangenen dreieinhalb Jahren als Jugendtrainer beim FC Bayern und spielte selbst gar nicht aktiv. Seit einigen Wochen trainiert der in Hallbergmoos wohnende 23-Jährige beim VfB mit. Bei zwei Spielen in der Zweiten schoss er drei Tore, und beim Landesliga-Kick gegen Landshut gelang ihm als Joker für 20 Minuten ebenfalls ein Treffer.

Mömkes soll der Zweiten jetzt erst noch etwas helfen. Für die kommende Saison hat er dann als pfeilschneller Spieler für das Sturmzentrum und die offensiven Außenbahnen absolutes Potenzial für die erste Elf.

Von Mömkes, der nun also zusammen mit seinem Bruder Christoph beim VfB kickt, ist Trainer Toni Plattner sehr begeistert. Nachdem Christoph aus dem Urlaub zurück ist, stehen diesmal beide Mömkes-Brüder im Kader. Dort wird mit Michael Ott ein Ex-Echinger fehlen. Der im Winter nach Hallbergmoos gewechselte Mittelfeldspieler konnte diese Woche aus beruflichen Gründen nicht trainieren und ist deshalb für Plattner keine Option.

Text: Jochen Jürgens und Nico Bauer

Quelle: fussball-vorort.de

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