BCF-Coach zählt Rotsünder Korkor an

Marco Stiers ehrgeizige Planspiele

+
Noch dreimal jubeln sollen die abstiegsbedrohten BCF-Fußballer nach Wunsch ihres Trainers Marco Stier (li., mit Gilbert Diep und Co-Trainer Günter Wernthaler) in den verbleibenden Bayernliga-Partien vor der Winterpause.

BCF Wolfratshausen - Beim FC Pipinsried (Sonntag, 15 Uhr) erwartet den BCF Wolfratshausen eine gewaltige Hürde. Ungeachtet dessen legt Trainer Marco Stier eine ambitionierte Hochrechnung für die restliche Herbstrunde in der Bayernliga vor.

Es ist die essenzielle Frage dieser Spielzeit: Wo steht der BCF in der Winterpause, respektive wie viel Rückstand weisen die Farcheter dann auf (bessere) Relegations- oder Nichtabstiegsplätze auf? Darüber hat sich der Trainer freilich so seine Gedanken gemacht. Losgelöst von etwaigen Neuverpflichtungen ab Januar möchte er die Aussichten auf den Nichtabstieg so groß wie möglich halten. Stier spricht Klartext: „Wir brauchen drei Siege und am besten noch ein Unentschieden.“

Hierfür bleiben sechs Wochen und sieben Spiele Zeit. Klingt im Prinzip machbar, soweit man die bisherige „Erfolgs“-Bilanz von lediglich vier Siegen nicht zu stark berücksichtigt. Doch rangieren auch einige der kommenden Gegner nicht gerade im Blickfeld des BCF. Unterföhring beispielsweise, Pullach und am Sonntag der FC Pipinsried. Da wird den Farchetern einiges abverlangt. Richtungsweisend könnte das anstehende Heimspiel-Doppel gegen Landsberg und Bogen sein. Der letzte Vergleich in diesem Kalenderjahr – Kirchanschöring wird zu Gast sein – riecht ebenfalls gehörig nach Pflichtsieg. Und schon relativieren sich Stiers Rechenspiele, wird doch seine Elf in allen Begegnungen am Anschlag spielen müssen. Dazu ohne disziplinäre Ausreißer. Wie jene von Chris Korkor in Sonthofen. Für sein ungebührliches Verhalten nach der gegen ihn verhängten Ampelkarte wurde der Flügelflitzer als Wiederholungstäter vom Sportgericht nachträglich für drei Partien vom Spielbetrieb verbannt. Den Trainer macht sich Korkor mit solchen Schoten nicht zum Freund. „Er weiß, was los ist, sollte das noch einmal passieren“, sagt Stier knurrig.

Korkors Fehlen wirkt sich insoweit nicht gravierend auf die Aufstellung aus, als der Ballclub an diesem Wochenende ausnahmsweise mehr Personal zur Verfügung hat. Marco Gröschel ist wieder mit dabei und wird erstmals mit Mike Ott die Doppel-Sechs bilden. Reichen wird es wohl auch bei Gregoire Diep: Der Standard-Spezialist kann nach auskurierter Muskelverletzung auf inzwischen vier Einheiten mit der Mannschaft verweisen. Stier freut sich dadurch über „einige Alternativen mehr“.

Natürlich war die jüngste 0:3-Heimniederlage gegen Heimstetten während der Woche noch einmal Thema. Der Coach hatte gehofft, dass einige seiner Kicker in taktischer Hinsicht schon etwas weiter seien. „Aber sie sind halt alle sehr jung“, gibt der Ex-Profi zu bedenken. Es bleibe bis auf Weiteres eben nur die Kombination „Viel reden und gut trainieren“. Was die Loisachstädter im Dachauer Hinterland erwartet, ist derweil kein Geheimnis. „Wir treffen auf eine spielstarke Mannschaft, die fußballerisch überzeugt“, warnt Stier vor dem FCP. Gegen Heimstetten habe sein Defensivverbund „ausnahmslos vermeidbare Gegentore“ kassiert. Deswegen mahnt der 32-Jährige zu „mehr Konsequenz im Abwehrverhalten“.

BCF Wolfratshausen

Pradl – Kaya, Gobitaka, Nummer, Brudy, Ott, Gröschel, Rödl, Gregoire Diep, Lehr, Gilbert Diep – Wernthaler, Vidakovic, Kantar, Müller, Scheck, Moll.

Schiedsrichter: Marcel Geuß (SV Sylbach).

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Unschöne Szenen: Pummer rastet nach 2:0-Sieg des FCU aus
Unschöne Szenen: Pummer rastet nach 2:0-Sieg des FCU aus
Unterhaching: Bigalke schießt den FC Bayern ab!
Unterhaching: Bigalke schießt den FC Bayern ab!
Nicht trainiert: Torjäger Chaka Ngu’Ewodo fliegt aus SVP-Kader
Nicht trainiert: Torjäger Chaka Ngu’Ewodo fliegt aus SVP-Kader
Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte

Kommentare