Seidel-Elf distanziert sich von der Abstiegszone

Marinkovic dreht gegen die Löwen auf

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Dominik Süßmaier hielt seinen Kasten sauber.

TSV 1860 Rosenheim - Der heimische TSV 1860 Rosenheim behielt im Duell der beiden 60er Teams gegen den TSV 1860 München II verdient nach einer äußerst beherzten Leistung mit 2:0 die Oberhand.

Die ersten Spielminuten waren geprägt von beiderseitigem Abtasten, das Hauptaugenmerk lag dabei den Gegner möglichst vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Die erste Torchance der Partie konnte dann die Heimelf verbuchen. Ein Drehschuss aus ca. 10 Meter Torentfernung von Sascha Marinkovic ging nur knapp am Münchener Gehäuse vorbei (13.). Eine etwas unglückliche Klärung von Gästekeeper Vitus Eicher ging der Situation voraus.

Mittlerweile waren die Gastgeber besser im Spiel und übernahmen das Kommando. Einige tolle Kombinationen konnten die Seidel-Schützlinge nun ein ums andere Mal verbuchen. Durch eine lehrbuchmäßige Aktion erzielte dann Sascha Marinkovic in der 17. Spielminute die verdiente Führung für die nun deutlich aktivere Mannschaft. Nach schöner Weiterleitung in zentraler Mittelstürmer-Position auf den verwaisten rechten Flügel durch den späteren Torschützen, konnte Robert Köhler eine butterweiche Flanke auf den Elfmeterpunkt absetzen, von dem aus der Rosenheimer Goalgetter per Flugkopfball unhaltbar die Kugel versenkte. Ein Treffer zum Zungeschnaltzen!

Die Heimelf war nach der Führung weiterhin überlegen und hätte in der 24. Minute sogar einen Elfmeter erhalten können, ja eigentlich müssen. Doch der ansonsten umsichtige Schiedsrichter Steffen Grimmeißen wertete einen deutlichen Stoß von hinten an Danijel Majdancevic im Strafraum der Gäste nicht als strafwürdiges Vergehen. Da hatten die kleinen Löwen wirklich Glück.

Nur kurze Zeit später hätte Philip Maier für die Heimelf erhöhen können, doch sein Kopfball geht knapp neben das Gehäuse der Münchner. Die Gastgeber waren nach wie vor durch eine hohe Laufbereitschaft überlegen, von den Gästen aus der Landeshauptstadt kam relativ wenig. Vermutlich waren sie von der kämpferisch, leidenschaftlich aber auch spielerisch überzeugenden Darbietung des Aufsteigers überrascht. Bis auf den einen oder anderen Weitschuss konnten die Bierofka-Jungs keine nennenswerte Offensivaktion verbuchen. Einen dieser Abschlüsse musste der weitestgehend beschäftigungslose Keeper der Heimelf, Dominik Süßmaier, per Faustabwehr parieren.

Somit ging es dann mit der hochverdienten 1:0 Führung für die Rosenheimer in die Halbzeitpause. Die Gäste aus München waren überraschend passiv und kamen mit dem intensiven und zielstrebigen Spiel der Heimelf nicht zurecht.

Mit Anpfiff der zweiten 45 Minuten überließen die Gastgeber dem Team von Daniel Bierofka nun mehr Spielanteile, diese konnte jedoch den höheren Ballbesitz nicht in was Zählbarem ummünzen. Die Tiplix-Elf verlegte sich nun in der Hoffnung auf ihre pfeilschnellen Angreifer mehr aus das Konterspiel. Nach knapp fünfzehn gespielten Minuten in Halbzeit Zwei mussten die Mannen um Kapitän Mathias Heiß eine Schrecksekunde überstehen. Der Kapitän der Münchener U23 Kodjovi Koussou kann jedoch ein Missverständnis zwischen Süßmaier und einem eigenen Abwehrspieler nicht nutzen, sein Torschuss streift nur den Pfosten. Das wäre der überraschende Ausgleichstreffer für die größtenteils harmlosen Löwen gewesen. Nun versuchten die Gäste einen Gang hochzuschalten, aber kamen dabei zu keiner weiteren nennenswerten Offensivaktion.

Die Heimelf hingegen setzte einen gefährlichen Konter nach dem anderen. Ein satter Weitschuss von Majdancevic bereitet dabei Torhüter Vitus Eicher große Probleme, den Abpraller kann jedoch Marinkovic aus kurzer Distanz nicht verwerten (72.). Eine Viertelstunde vor dem Ende der Begegnung macht der stets wirbelnde Majdancevic dann mit dem 2:0 den Sack zu. Nach toller Übersicht von Korbinian „Korbi“ Linner, der den völlig freistehenden Torschützen mit einem weitem Ball von der rechten Seite auf die Reise schickt, netzt der Rosenheimer Angreifer aus etwa 14 Metern eiskalt ein.

Die Rosenheimer hätten sogar noch das dritte Tor nachlegen können, aber eine famose Volleyabnahme durch Sascha Marinkovic von der Strafgrenze landet nur am Pfosten der blauen 60er.

Bis zum Abpfiff der Partie tat sich nicht mehr viel, die Gäste hatten sich aufgegeben und die Heimelf ließ gekonnt die Zeit verstreichen.

 

Somit kann der Aufsteiger einen wirklich überzeugen und hochverdienten 2:0 Heimsieg gegen eines der besten Teams in der Regionalliga feiern. Die Mannen von Trainer Klaus Seidel waren einfach die aktivere und zielstrebige Mannschaft mit deutlich besseren Torchancen. Der Dreier war enorm wichtig im Kampf gegen den Abstieg, nun sollte möglichst noch ein weiterer Sieg im letzten Spiel in 2016 gegen die SpVgg Hof folgen. Dann könnten die Rosenheimer noch beruhigter in die Winterpause gehen. Aber dies wird sicherlich ein harter Fight gegen einen bis zum letzten Blutstropfen kämpfenden Gegner.

Quelle: fussball-vorort.de

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