Lehmann-Vorfall sorgt für großes Interesse

Nach Rot gegen Jens Lehmann: Schiri wird zum Facebook-Star

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Zwei, die es können: Benny Lauth und Emmerings Markus Wex.

Fussball-Vorort - 5:3 (2:3) hat die Alte Liga des SC Fürstenfeldbruck zwar gegen die Münchner Promi-Auswahl des FC Bello gewonnen. Doch das ganze Wochenende über beherrschte der Platzverweis von Ex-Nationaltorwart Jens Lehmann die sozialen Medien.

Fast 13 000 Klicks registrierte die Facebook-Seite der Tagblatts. Schiedsrichter Önder Kücük hatte die Ikone nach verbalen Attacken und Fouls vom Platz gestellt. Der pfeifende Postbote konnte sich bei seinen folgenden Wochenend-Pflichtspielen in Aich und Eichenau vor neugierigen Nachfragen gar nicht mehr retten.

Folgen hat der Platzverweis für Lehmann übrigens keine: Weil es ein Privatspiel war, können keine Strafen ausgesprochen werden. Dagegen scheint der Fall für Kücük noch nicht ganz ausgestanden zu sein. Der für den SCF pfeifende Schiri stand zwar offiziell als Privatmann auf dem Platz. Doch am Dienstag soll nach Tagblatt-Informationen der Vorfall intern in der Vorstandsriege der Ammersee-Referees „besprochen“ werden.

Önder Kücük hat ein aufregendes Wochenende hinter sich.

Ansonsten war die Partie auf dem gepflegten Klosterrasen ein hochklassiger Alt-Herren-Auftritt. Die SCF-Oldies wollten sich unbedingt für die im Vorjahr erlittene Niederlage revanchieren. Einen Kader mit gleich 18 Akteuren hatte Manager Gerhard Knöchel dafür aufgeboten.

Früh setzten sie ihr Vorhaben auch in die Tat um, als nach vier Minuten Roland von Kummant ein präzises Zuspiel von Norbert Wagner zum 1:0 nutzte. Doch danach demonstrierte der 34-jährige Lauth, in welcher Top-Form er sich noch befindet. Zweimal netzte der Ex-Löwe, der im Vorjahr noch beim ungarischen Erstdivisionär Ferencvaros Budapest unter Vertrag stand, selbst ein und hatte maßgeblichen Anteil an der 3:2-Führung zur Pause.

Bei den Kreisstädtern wiederum sorgte dann der eingewechselte Emmeringer Markus Wex für die Wende. Profitiert haben davon der Ex-Oberweikertshofener Tobias Knabenbauer und Maisachs ehemaliger Manager Christian Schilling.

Was folgte, war der unrühmliche Abgang von Jens Lehmann, der nach der Roten Karte auch noch das bereits fortgesetzte Spiel behinderte, als er beim aufreizend langsamen Gang in die Kabine noch Wex bei seinem Sturmlauf in die Quere kam. Der Kommentar von Bello-Manager Maurizio Biagetti zum Tagblatt-Reporter: „Das müsst ihr doch nicht schreiben. Das ist doch ein Freundschaftsspiel. Vergesst es einfach.“

Dieter Metzler & Peter Loder

Quelle: fussball-vorort.de

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