Kaya-Treffer zu wenig

Nächste Niederlage: Stier hat keinen Bock mehr auf Schulterklopfer

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Nur für einen Treffer reichte es für BCF Wolfratshausen trotz guter Möglichkeiten beim gestrigen Gastspiel in Pipinsried: Emin Kaya (li.) traf zum zwischenzeitlichen 1:1, doch die Hausherren siegten mit 2:1.

BCF Wolfratshausen - Um den Lohn ihrer Arbeit haben sich die Fußballer des BCF Wolfratshausen beim FC Pipinsried gebracht: Trotz eines guten Auftritts stand am Ende des 16. Spieltags eine 1:2 (1:2)-Niederlage.

Was Marco Stier am Sonntagnachmittag nach dem Match in Pipinsried überhaupt nicht gebrauchen konnte, waren das Lob und die Schulterklopfer von Fans und Gegnern. „Ich kann es langsam nicht mehr hören“, schimpfte der Farcheter Trainer. Von den guten Noten für Kombinationsfreude und Moral könne sich der BCF in der momentanen Situation nämlich nichts kaufen: „Denn wir bringen uns durch Unvermögen im Abschluss und blöde Fehler in der Defensive jede Woche wieder um den Lohn unserer Arbeit in Training und Spiel.“

So reihten sich auch in Pipinsried Geistesblitze und Aussetzer aneinander. Bereits nach zwei Minuten vertändelte Jona Lehr freistehend eine Top-Chance. „Einen Haken zu viel gemacht“, monierte Stier. Zehn Minuten später ließ sich die BCF-Abwehr nach einer Ecke durch eine einfache Körpertäuschung ausmanövrieren, und Markus Achatz vollendete zur Führung für den Tabellendritten. Dem 1:1 ging dann eine schöne Kombination der Farcheter voraus: Lehr legte vom Flügel zurück an die Strafraumgrenze, wo Emin Kaya das Leder volley abfasste (39.). Es vergingen jedoch keine fünf Zeigerumdrehungen auf der Uhr, da lag das Schlusslicht erneut in Rückstand. Ein Farcheter Außenverteidiger hob das Abseits auf, Pipinsrieds Atdheon Lushi bedankte sich, lief allein auf BCF-Keeper Kevin Pradl zu und erzielte das 2:1. „Dabei hatten wir kurz zuvor noch zwei oder drei Top-Chancen“, echauffierte sich der Trainer.

Verschwenderisch agierten die Farcheter auch nach dem Seitenwechsel. Zuerst rutschte Kaya an einem Ball vorbei, den er nur noch ins leere Pipinsrieder Gehäuse hätte ablenken müssen. Dann hatte der für Michael Rödl eingewechselte Maximilian Moll das 2:2 freistehend auf dem Fuß. „Aber er schießt einfach den Verteidiger an“, ärgerte sich Stier. „So einen Ball habe ich schon in der C-Jugend reingehauen.“ Trotz weiterer Bemühungen und kaum nennenswerter Aktionen der Platzherren stand für den Ballclub am Ende die zwölfte Niederlage.

Marco Stier war noch eine halbe Stunde nach dem Schlusspfiff auf 180. „Wenn die Jungs Bayernliga spielen wollen, dann müssen sie diese Fehler baldmöglichst abstellen“, stellte der Ex-Profi klar. Die nächsten beiden Partien gegen den TSV Landsberg und den TSV Bogen bezeichnete der 32-Jährige als „Endspiele“: „Da müssen wir gewinnen, um den Anschluss zu halten.“

Text: Thomas Wenzel

Quelle: fussball-vorort.de

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