TSV Eching

Eching: Der nette Willi wird ungemütlich

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Willi Kalichman angesäuert: „Wenn wir so weiter spielen, dann gewinnen wir kein Spiel mehr“.

Lange haben sich die Echinger Fußballer über kleine Erfolge freuen dürfen und Hoffnung geschöpft, aber nun ist die Realität eingekehrt. Vor dem heutigen Rückrundenstart beim TSV Kastl (14 Uhr) droht die tatsächliche Chance auf einen Tabellenplatz ohne Relegation zu schwinden.

Bis zur Winterpause werden noch vier Spieltage absolviert, für den TSV Eching ein Horrorprogramm. Nach dem Gastspiel beim noch immer ungeschlagenen Aufsteiger Kastl geht es zu Hause gegen die Topteams aus Hallbergmoos und Dachau sowie am Ende auswärts gegen den Vorjahreszweiten Deisenhofen. „Wenn wir in den Spielen nichts gewinnen, dann können wir direkt die Urlaubssperre für Anfang Juni verhängen“, sagt Trainer Willi Kalichman mit Blick auf die immer wahrscheinlichere Relegation im Sommer 2017. Er ist froh über die vier Zähler Vorsprung auf Vilsbiburg, das auf dem einzigen Direktabstiegsplatz liegt.

Das 0:4 beim SV Erlbach vergangene Woche war mehr als nur eine Niederlage. In der Partie zeigte sich ein Klassenunterschied ausgerechnet zu jenem Team, das nach dem Sieg auf dem ersten Nichtabstiegsplatz steht. Kalichman redet deshalb auch nicht um den heißen Brei herum: „Wir müssen jetzt einfach punkten, auch wenn der Gegner Kastl heißt und noch unbesiegt dasteht.“

Der eigentlich „nette Willi“ wurde in der Aufarbeitung der Niederlage erstmals ungemütlich. Die Grundbotschaft Kalichmans war klar: „Wenn wir so weiter spielen, dann gewinnen wir diese Saison kein Spiel mehr.“ Seine Mannschaft habe sich in den vergangenen Wochen immer viel vorgenommen, verliere dann aber unerklärlich den Kopf. Er denkt an eine spezielle Situation: „Ich habe dem Einwechselspieler genau gesagt, was er tun soll. Dann kommt er rein und macht drei Minuten später genau das Gegenteil.“ Solche Momente machen den Coach derzeit ein Stück weit ratlos.

Sportlich deuten sich Ausfälle bei Tim Rebenschütz und Ahmet Yüksel an, beide konnten diese Woche angeschlagen nicht trainieren. Philipp Schuler muss wahrscheinlich aus beruflichen Gründen passen. Und im Tor plant Willi Kalichman eine Art Rückwechsel von Marius Anghelache auf Ali Kestler. Der rumänische Neuzugang habe seine Sache zuletzt ordentlich und wenige Fehler gemacht, aber Kapitän Kestler ließ sich nicht hängen und gab im Training Gas. Deshalb wird nun wieder gewechselt bei den Keepern, die in etwa das gleiche Leistungslevel haben. Auch „Tiger“ Daniel Hahner hat beim Tabellenführer gute Chancen, wieder in die erste Elf zu rücken.

Quelle: fussball-vorort.de

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