Nils Ehret trifft gegen die Ex-Kollegen

Nils Ehret.

Über die Torjägerqualitäten des Ismaninger Verteidigers Nils Ehret gehen die Meinungen nach dem Abpfiff, nun ja, doch recht weit auseinander.

„Der ist vor dem Tor eine Gurke“, sagt Clemens Kubina und grinst dabei so breit, dass man ihm den Satz nicht wirklich abnehmen will. Zumal der Defensivmann des SV Heimstetten und sein einstiger Klubkollege Ehret bis heute gute Spezl sind – da haut man schon mal einen Spruch raus.

Auf der anderen Seite fällt es aber auch schwer, die Worte von Xhevat Muriqi für bare Münze zu nehmen. Der Trainer des FC Ismaning sagt – ebenfalls grinsend – über seinen Schützling Nils Ehret: „Er ist vor dem Tor richtig stark. Nils hat einen super Schuss, rechts wie links. Den stellst du aufs Feld, und er trifft dir von überall ins Kreuzeck.“

Nicht ganz ins Kreuzeck, aber immerhin ins Tor getroffen hat Ehret zuvor zur Ismaninger 1:0-Führung im Derby bei seinem Ex-Klub Heimstetten. Für den Abwehrmann ist es bereits der zweite Saisontreffer – genauso viele hat er in der gesamten vergangenen Spielzeit erzielt. Im Jahr zuvor hingegen ist er beim SVH in 25 Partien ganz ohne Tor geblieben. „Aber das war auch in der Regionalliga“, sagt er grinsend. „Da ist das Toreschießen schwieriger.“

Im Sommer 2014 hatte sich Ehret den Heimstettnern angeschlossen, nachdem er mit seiner damaligen Freundin Melanie Leupolz nach München gezogen war. Die Fußball-Nationalspielerin, die inzwischen mit dem Handballer Kevin Schmidt (VfL Gummersbach) liiert ist, heuerte damals beim FC Bayern an, wo sie heute noch spielt. Derweil verabschiedete sich Ehret nach einer Saison aus Heimstetten, wo man ihn gern behalten hätte, und wechselte zum Nachbarklub FC Ismaning in die Landesliga. „Ich habe damals eine Banklehre begonnen, und da war die Regionalliga zu zeitaufwändig“, erklärt der 23-Jährige.

Beim FCI haben sie Ehret mit offenen Armen empfangen; bis heute ist er in der Abwehr des Bayernligisten gesetzt. Denn, so Trainer Xhevat Muriqi – jetzt ganz ohne Grinsen: „Nils ist mit Abstand der beste Innenverteidiger, den wir seit längerer Zeit hier in Ismaning haben.“ Dass er nun auch noch als Torjäger in Erscheinung tritt und ausgerechnet im Derby gegen seine Ex-Kollegen eingenetzt hat, überrascht den Coach nicht – anders als seinen früheren Mitspieler Clemens Kubina. Wobei der Heimstettner über das Tor seines Kumpels sagt: „Für ihn freut es mich ja. Aber er hätte nicht unbedingt gegen uns treffen brauchen.“    

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

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