Ingolstadt fordert die Löwen heraus

Görlitz testet Rasen für Benefizspiel FCI gegen 1860

+
Gefühlt für gut befunden: Andreas Görlitz (l.) und Eckart Lutzeier sind mit der Rasenqualität im Brucker Klosterstadion zufrieden. Über das Flutlicht wird aber noch zu reden sein.

Fürstenfeldbruck - Das Benefizspiel zwischen dem FC Ingolstadt und 1860 München steigt am 10. November in Bruck. Ex-Nationalspieler Andi Görlitz glänzt als Organisator.

Aktuell sind es der Tabellenvorletzte der 1. Bundesliga und der Drittletzte der 2. Bundesliga, die sich zu einem Benefiz-Testspiel im Brucker Stadion an der Klosterstraße verabredet haben. Doch bis zum Anstoß der Hochkaräter am Donnerstag, 10. November, um 17.30 Uhr kann sich die Lage sowohl für den FC Ingolstadt als auch die Münchner Löwen noch gewaltig ändern – bevorzugterweise in Richtung höhere Regionen.

Am Mittwoch begutachtete schon mal der Mitorganisator den Ort des Geschehens: Ex-Profi Andreas Görlitz, der in seiner aktiven Zeit sowohl beim TSV 1860 als auch bei Ingolstadt sowie dem FC Bayern unter Vertrag stand, nahm Rasen und Umfeld des Stadions, das er nur von ein paar Spielen in seiner Jugendzeit kennt, unter die Lupe. An seiner Seite ein langjähriger Spezl, der Görlitz’ Idee in die Tat umsetzt: Eckart Lutzeier, der Ex-Präsident des SC Fürstenfeldbruck, von dem er im Unfrieden geschieden ist und auf dessen Gelände nun trotzdem das Benefizspiel ausgetragen wird. Bürgermeister Erich Raff – die Stadt als Stadionbesitzer – hat grünes Licht gegeben.

Mittlerweile sind alle Genehmigungen, die für so eine Großveranstaltung nötig sind, eingeholt und Gespräche mit Polizei und Behörden geführt worden. Für 3800 Zuschauer wird das Stadion demzufolge geöffnet. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, dass die Kartennachfrage wohl erheblich größer sein wird. Obwohl erst am Freitag mit dem Ticketvorverkauf begonnen wird, gibt es im Rathaus schon viele telefonische Anfragen.

Die Einnahmen – die Karte kostet zehn Euro – werden gedrittelt und gehen an den Fonds „Brucker Bürger in Not“, ein soziales Projekt in Ingolstadt und an das Landratsamt zur Unterstützung von minderjährigen Flüchtlingen. In deren Umfeld bewegt sich Lutzeier mit seinem Sicherheitsdienst-Unternehmens. Und dort kickte kürzlich auch Görlitz mit den jungen Asylbewerbern. Der 34-Jährige hat seine sportliche Karriere zwar vor zwei Jahren beendet – mit einem Kurzengagement für drei Spiele in der US-Liga für San Josè – und widmet sich der Musikkarriere mit seiner Band „Room 77“ (Anfang des Jahres erscheint das neue Album). Doch ganz vom Fußball will der zweifache deutsche Nationalspieler (2004 gegen Brasilien und Iran) und südlich von Landsberg lebende Görlitz nicht lassen. Obwohl vor zwölf Jahren ein Kreuzbandriss beim Champions-League-Spiel des FC Bayern gegen Juventus Turin vor und weitere Verletzungen seine Karriere gestoppt hatten.

Unklar ist noch, ob sich das Bayerische Fernsehen oder ein Privatsender um die Übertragungsrechte aus Bruck bemüht. Derzeit gäbe es noch keine Anfragen, lediglich ein Livestream im Internet ist geplant. Doch auch wenn Fernsehkameras fehlen, will die Stadt innerhalb der noch verbleibenden zwei Wochen die langzeit-defekte Flutlichtanlage auf Vordermann bringen. Die 40-Jahre-Uralt-Anlage läuft derzeit immer noch mit nur „halber Funzelkraft“.

Kartenvorverkauf ab dem Freitag im Medienhaus am Stockmeierweg (ab 9 Uhr) sowie im Rathaus und Landratsamt (jeweils ab 8 Uhr).

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Karriereende mit 27! Wenningers Körper will nicht mehr
Karriereende mit 27! Wenningers Körper will nicht mehr

Kommentare