Gespräche mit Spielern und Neuzugängen laufen

Peltram: Ein Mann mit Bayernliga-Erfahrung

+
Gut gemacht: Das Trainergespann Klaus Brand (li.) und Sebastian Pummer hat mit dem BCF den Klassenerhalt in der Bayernliga geschafft. Nachdem der Klub einen neuen Coach gefunden hat, beginnen die Gespräche mit Spielern.

BCF Wolfratshausen - Der BCF Wolfratshausen bleibt zwar Fußball-Bayernligist, doch das eigentliche Saisonziel wurde – streng betrachtet – nicht erreicht. Drei bis vier Spieltage vor Schluss wollte Abteilungsleiter Manfred Fleischer die Angelegenheit in trockenen Tüchern wissen.

Ein nervenaufreibendes Endspiel – und das war die Begegnung gegen den TSV Kottern (4:2) zweifelsohne – entsprach nicht der Wunschvorstellung aller Beteiligten. Aber alles ist gut gegangen, weswegen Fleischer betonte, das Abschneiden des Teams sei „trotzdem ein Riesenerfolg“. Dass das Team von den bis dato 42 Zählern 39 unter der Verantwortung des vormaligen Trainer-Duos Reiner Leitl und Günter Wernthaler geholt hatte, ließ der Abteilungsleiter nicht unerwähnt. Noch einmal dankte er nach dem samstäglichen Spiel den beiden zurückgetretenen Übungsleitern. „Sie haben sich ausnahmslos mit dem Verein identifiziert.“ Aber wenn dauerhaft zwischen sechs und acht Stammkräfte ausfallen würden, benötige es schon „sehr viel Geschick“, um nicht ins Wanken zu geraten.

Auch wenn die offizielle Mitteilung noch aussteht: Leitls Nachfolger wird der bisherige Rosenheimer Patrik Peltram. Dem Vernehmen nach soll eine erkleckliche Anzahl von Bewerbungen beim Ballclub eingegangen sein. Klaus Brand, Sportlicher Leiter und Interimscoach, nannte ein präzises Anforderungsprofil. Der künftige Chef „muss menschlich zu uns passen“, darüber hinaus Erfahrung in „höherklassigen Ligen“ vorweisen. An Trainern, die bislang nicht über Kreis- oder Bezirksliga hinaus gearbeitet hätten, habe man kein Interesse, stellte Brand klar. „Wir brauchen neue und klare Strukturen.“ Mit Peltram hoffen die Farcheter, dieses Ziel zu erreichen: Der 42-Jährige war bis zum Herbst Trainer beim Bayernliga-Konkurrenten TSV 1860 Rosenheim und zuvor unter anderem im Nachwuchsbereich des FC Bayern, bei der FT Starnberg und in der Trainerkommission des Bayerischen Fußballverbands tätig. Bereits mit 22 Jahren hatte er die A-Lizenz erworben.

Ehe Klaus Brand in den wohlverdienten Urlaub aufbrechen darf, müssen die wesentlichen Bausteine stehen. Dazu gehören auch Gespräche mit den Spielern. Spartenchef Fleischer hält fest, das „Gros des Stamms“ in Farchet halten zu wollen. Brand dagegen ist zuversichtlich, was mögliche Zugänge betrifft. Er spricht von „vier bis fünf“ neuen Gesichtern zur Auffrischung des Kaders. Verhandlungen mit den abgebenden Vereinen stehen wohl noch an. Ob heuer wieder Talente aus dem Oberland dabei sind? Fleischer hält dafür die „beiderseitige Bereitschaft“ für unerlässlich. Das war vor dieser Saison offensichtlich nicht der Fall. „Talente für die Bayernliga wachsen leider nicht vor der Haustüre“, gibt der Abteilungsleiter zu bedenken. Dennoch ist das Projekt weder aus den Augen noch aus dem Sinn. Gerade im Hinblick auf eine Identifikation zwischen Zuschauern und Team „täte es gut, wenn wir mehr davon hätten“.

Die aufstrebende Konkurrenz in unmittelbarer Nachbarschaft gibt Fleischer keinen Anlass zur Sorge. Der neureiche und hoch ambitionierte FC Penzberg sei schließlich „noch in der Kreisliga“. Und auch für den TuS Geretsried sei der Schritt in die Bayernliga trotz toller Nachwuchsarbeit „ein weiter Weg“. Sollte es dann doch irgendwann soweit sein, wird sich der CSU-Stadtrat gewohnt pragmatisch damit abfinden: „Dann sparen wir uns halt die Busfahrt nach Vilzing.“

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Karriereende mit 27! Wenningers Körper will nicht mehr
Karriereende mit 27! Wenningers Körper will nicht mehr

Kommentare