"Langsam wird es in der Abwehr wirklich sehr eng"

Personalnot in der Abwehr: Baumgärtner gehen die Defensivspieler aus

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Sechs Spiele, fünf Siege, viermal zu Null: SVH-Coach Heiko Baumgärtner kann zufrieden sein.

SV Heimstetten – Sechs Spiele, fünf Siege, viermal zu Null: Bei der Suche nach den Gründen für die jüngste Erfolgsserie des SV Heimstetten muss man ganz hinten beginnen.

Denn jene Abwehr, die in den ersten neun Partien dieser Bayernligasaison noch happige 18 Gegentreffer kassierte, hat sich inzwischen gefangen. Oder noch mal in Zahlen: In den sechs Spielen seit Anfang September hat der SVH nur drei Tore hinnehmen müssen, gleich zwei davon übrigens im Derby gegen Ismaning.

Das Paradoxe an dieser Entwicklung ist: Ausgerechnet in der Abwehr quält Trainer Heiko Baumgärtner arge Personalnot, die sich vor dem Heimspiel gegen die DJK Vilzing noch mal verschärft hat (Samstag, 14 Uhr). So hat sich Daniel Wellmann im Training die Schulter ausgekugelt und wird wohl bis zur Winterpause ausfallen. Für Baumgärtner fällt damit Defensiv-Option Nummer sechs aus – nach Fabian Lüders, Simon Huber, Valentin De La Motte, Sebastian Müller und Sebastian Paul, der am Samstag erneut mit einer Schambeinentzündung aussetzen wird.

„Langsam wird es in der Abwehr wirklich sehr eng“, sagt der Coach, den immerhin eines trösten dürfte: Gegen die defensivstarken Vilzinger wird wohl eher die Angriffsriege des SVH gefordert sein. Wobei die DJK – trotz bislang nur 21 Saisontoren – eine der positiven Überraschungen in der Bayernliga Süd ist: Mit 26 Punkten liegt der Club aus der Oberpfalz gleichauf mit dem SVH und ist somit mittendrin im Aufstiegsrennen.

„Wir werden am Samstag sicher nicht viele Chancen bekommen“, prognostiziert Heiko Baumgärtner. Umso wichtiger sei es, dass man diese eiskalt nutze. Der Trainer wird dabei vor allem auf seine Tormaschine Orhan Akkurt setzen: Seit seine wenige Wochen alte Tochter erstmals in den Sportpark gekommen ist, um dem Papa zuzuschauen, hat der 31-Jährige achtmal eingenetzt – in vier Partien.

Der Goalgetter (14 Saisontore) hat somit maßgeblichen Anteil daran, dass Heimstetten in Sachen Aufstieg wieder voll im Rennen ist. Zwar beträgt der Rückstand auf den ungeschlagenen Spitzenreiter aus Pullach stolze neun Punkte, doch aller Voraussicht nach wird der Tabellenführer mangels einer geeigneten Spielstätte erneut keine Lizenz für die Regionalliga beantragen. Hinter Pullach liebäugeln neben Heimstetten und Vilzing auch noch Unterföhring, Pipinsried und Dachau mit Rang zwei – sie alle trennt zurzeit nur ein Pünktchen. Und geht es nach Baumgärtner, dann muss man auch noch mit Rain, Ismaning und Sonthofen rechnen. Und so glaubt der Coach: „Das bleibt bis zum Schluss eine enge Kiste.“

Text: Patrik Stäbler

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Kubina, Schäffer, Hintermaier, Giglberger, D. Schmitt, Lopes, Steimel, Nappo, Riglewski, Akkurt.

Quelle: fussball-vorort.de

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