Viele Verletzte bei Farchet

Personalsorgen beim BCF: Peltram gibt dem Nachwuchs eine Chance

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Michael Rauch (2. v. li.) wird einer von nur zwei erfahrenen Spielern sein. Chafi Gobitaka (2. v. re.) vertritt Lech Kasperek in der Innenverteidigung des BCF Wolfratshausen.

BCF Wolfratshausen - Im ersten Heimspiel muss sich der BCF Wolfratshausen mit der Außenseiterrolle begnügen. Der Kader erfüllt zur Partie gegen den FC Unterföhring an diesem Mittwoch (19 Uhr, Farchet) nur Mindestanforderung. In Sachen Routine fehlt’s.

Eines hat Patrik Peltram schnell verinnerlicht: Er kann sich nach fünf Wochen in Farchet in seine Vorgänger bestens hineinversetzen. Was unter Steffen Galm begann und unter Reiner Leitl Usus wurde, stellt nun auch den aktuellen Cheftrainer vor Probleme: Die konstant hohe Zahl an nicht einsatzfähigen Spielern.

Schon zum Auftakt in Bogen musste Peltram eine lange Liste erstellen, hinterher musste er diese um drei Namen ergänzen: Lech Kasperek und Oskar Kretzinger meldeten Probleme im Adduktorenbereich an, und Michael Marinkovic weilt in einem frühzeitig angemeldeten Urlaub. „Drei erfahrene Spieler brechen weg“, seufzt der Fußball-Lehrer. Aber: „Wir haben immer noch 15 Feldspieler“, mischt Peltram Sarkasmus mit Pragmatik.

Was soll er auch sonst tun? Würde er seinen Mannen einbläuen, sie ließen sich mit der momentanen Kaderstruktur auf ein aussichtsloses Unterfangen ein, wäre das ein verheerendes Signal. Lieber anders herum: Jeder seiner jungen Spielern habe den Anspruch, ein Bayernliga-Spieler zu sein, respektive zu werden. „Jetzt können sie sich eine Zeit lang beweisen.“ Die Situation werde in den nächsten Wochen nicht einfacher.

Mit dem FC Unterföhring schaut an diesem Mittwoch ein Team aus der oberen Etage der Liga an der Wolfratshauser Kräuterstraße vorbei. Peltram war Augenzeuge der Föhringer 1:2-Heimniederlage gegen Aufsteiger FC Ismaning. Der FCU hatte gleichwohl die Möglichkeit, „etwas mitzunehmen“, urteilte der Cheftrainer. Trotz der Niederlage werde sich der Gast mutmaßlich nicht verstecken, sondern sich seiner Favoritenrolle bewusst sein.

Coach Peltram erwartet Fortschritte, keinen Hurra-Stil

Losgelöst vom personellen Aderlass erwartet Peltram Fortschritte zum vergangenen Wochenende. Insbesondere in puncto Offensivspiel, möchte der 42-Jährige eine Reaktion seines Teams sehen. Bei der Videoanalyse habe sich seine Elf selbstkritisch gezeigt. „Wir dürfen nicht wieder einen Anlauf brauchen“, fordert Peltram. Prinzipiell sei es egal, wo der BCF seine Punkte einsammle. Aber: Der Trainer möchte trotz Heimvorteils keinen Hurra-Stil seiner Schützlinge sehen. „Sonst gehen wir mit wehenden Fahnen unter.“ Man könne die Zuschauer auch durch unermüdlichen Einsatz zur Unterstützung bewegen. Die verschärfte Personalsituation indes verbietet eine ausufernde Anspruchshaltung. „Schön wäre es schon, eine gewisse Linie zu finden.“ Doch selbst das ordnet Peltram als „schwierig genug“ ein.BCF Wolfratshausen

Pradl, Korkor, Gobitaka, Kantar, Rauch, Rödl, Scheck, Özgül, Faganello, Greg. Diep, Gil. Diep, Kaya, Moll, Gellner, Bavas, Müller, Ratte (ET: Kluge), – Schiedsrichter: Matthias Zacher (SV Nußdorf/Inn)

Text: Oliver Rabuser

Quelle: fussball-vorort.de

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