Bayernliga Süd

FC Pipinsried drückt weiter auf die Tube

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Flott nach vorne spielen wollen Gianluca Simari und dessen Pipinsrieder Kollegen gegen Schwabmünchen.

FC Pipinsried - Vollgas-Fußball über 90 Minuten – das hat sich der FC Pipinsried für das Heimspiel in der Bayernliga Süd gegen den TSV Schwabmünchen am Sonntag vorgenommen.

Nach dem jüngsten Remis in Hankofen-Hailing will das Team aus dem Ilmtal an die Leistung der zweiten Halbzeit gegen Jahn Regensburg anknüpfen. Der Anpfiff in der FCP-Arena erfolgt um 15 Uhr. Zur Erinnerung: Vor zwei Wochen zeigte das Pipinsrieder Team über weite Strecken einen Angriffsfußball, wie man ihn im Landkreis Dachau nur selten erlebt hat.

Der FC Pipinsried gegen den TSV Schwabmünchen – da ist Pfeffer drin. Und zwar nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch außerhalb des Geläufs. Ein Blick zurück: Der einstige Pipinsrieder Erfolgstrainer Tobias Strobl wollte heuer mit einem Kurz-Engagement beim TSV aushelfen. Da er aber noch (irgendwie) beim FCP einen Vertrag hatte, wollte der Pipinsrieder Boss Konrad Höß noch Kohle für den ehemaligen Trainer sehen. Beide Seiten konnten sich nicht einigen, entsprechende Statements flogen von Schwaben nach Oberbayern und zurück. Doch davon will der neue sportliche Leiter Roman Plesche nichts wissen. „Was war, das war. Die Mannschaft heute hat nichts mehr mit jener vom letzten Jahr zu tun. Auch dass es Ende letzten Jahres eine erbittertes Duell im Kampf gegen den Abstieg gegeben hat – alles Vergangenheit“, so Plesche.

Dass es beim TSV, ähnlich wie beim FCP, irgendwann einmal langweilig werden könnte, davon ist nicht auszugehen. Der ehemalige Schwabmünchner Trainer Guido Kandizora wechselte in die Bundesliga zu 1899 Hoffenheim, um als Scout unter anderem in Indien für den Bundesligisten die besten Nachwuchskicker zu finden. Anfang der Saison gab es für die Schwaben eine ganz andere Hiobsbotschaft, Torjäger Daniel Raffler hatte sich nach seiner Trauung für längere Zeit auf eine Hochzeitsreise begeben. Zudem haben die Schwabmünchner den mit Sicherheit ältesten Torwarttrainer der Liga in ihren Reihen: Den 70-jährigen Franz Kampa.Und dass die Mannschaft von TSV-Trainer Stefan Tutschka kicken kann, davon ist Plesche überzeugt. „Die spielen einen feinen Fußball, sie stellen sich nicht hinten rein“, ist sich der sportliche Leiter sicher.

Der FC Pipinsried muss weiterhin auf seinen Stoßstürmer Serge Yohoua verzichten, er ist nach wie vor in Behandlung; sein lädiertes Knie (Knorpelschaden) lässt keinen Einsatz auf absehbare Zeit zu. „Er kann sein Knie nicht durchstrecken, Aber er arbeitet mehrmals in der Woche hart daran, sie Situation zu verbessern“, berichtet Plesche. Weiter ausfallen wird auch Almir Hasanovic.Zurück im Team sind dagegen Stürmer Ati Lushi und Abwehrstratege Marco Krammel. „Beide sind nach ihren Verletzungen wieder im Kader. Aber unser Trainer Fabian Hürzeler entscheidet, wer spielt oder nicht“, erklärt der Pipinsrieder Sportchef.Apropos Hürzeler. Der 23-jährige Trainer des Teams aus dem Dachauer Hinterland plagt sich mit einer Grippe herum. „Am Donnerstag war er zwar im Training dabei, er konnte aber nur eingeschränkt mitmachen. Man muss abwarten, ob er bis Sonntag wieder fit ist“, so der besorgte sportliche Leiter. Hürzelers Ausfall wäre es ein herber Verlust für den FCP. Der Ex-Löwe ist der Kopf der Mannschaft, mit ihm steht und fällt das FCP-Team.Egal, ob mit oder ohne Fabian Hürzeler, der FC Pipinsried wird auch am Sonntag konsequent auf Sieg spielen, das stellt Plesche nochmals deutlich heraus: „Das Remis in Hankofen war okay, aber gegen Schwabmünchen muss wieder ein Sieg her.“

Mit dem Mut, Willen und der Kampfkraft, die das Team im Match gegen Regensburg in der zweiten Halbzeit an den Tag gelegt hat, soll der Gast aus Schwaben unter Druck gesetzt werden. „Das, was wir in der zweiten Halbzeit gegen Regensburg gespielt haben, das müssen wir gegen Schwabmünchen über 90 Minuten zeigen“, so Plesche.

Text: Bruno Haelke

Quelle: fussball-vorort.de

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