FCP gewinnt trotz Unterzahl

FC Pipinsried etabliert sich als zweite Kraft

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Gleich schepperts: Sebastian Mitterhuber umkurvt Felix Thiel und schiebt den Ball dann unbedrängt zum 1:0 ein.

FC Pipinsried - Mit einer Energieleistung und sehr guter Defensivarbeit hat sich der FC Pipinsried den Sieg gegen die im Angriff zu harmlosen Gäste redlich verdient. Nach dem Dreier an einem verregneten Sonntag ist die Mannschaft von FC-Trainer Fabian Hürzeler seit acht Spielen ungeschlagen.

Apropos Hürzeler: Der junge Pipinsrieder Übungsleiter hatte in der Woche vor dem Spiel wegen einer Grippe das Bett hüten müssen, trotzdem lief er am Sonntag auf. „Die Mannschaft hier in Pipinsried ist inzwischen wie eine Familie für mich. Die lässt man nicht im Stich, da beißt man auf die Zähne“, so Hürzeler. „Mit ein paar Ibus ist es schon gegangen“, so der Coach, der in der 73. Minute entkräftet das Feld verließ.

Unter dem Strich hatte der 23-Jährige wieder einmal alles Griff. Er dirigierte sein Team in der Defensive als Sechser, er lief freie Räume zu und ließ in Strafraumnähe nichts anbrennen. Unter der Woche bekam er von einem seiner früheren Trainer beim FC Bayern München wertvolle Ratschläge. „Die Tipps von Mehmet Scholl waren durchaus wertvoll“, meinte Hürzeler nach dem Schlusspfiff. Und der einstige Förderer des Pipinsrieder Übungsleiters ließ es sich nicht nehmen, seinen früheren Schützling in Pipinsried persönlich unter die Lupe zu nehmen. „Es ist schon etwas Besonderes, wenn so jemand nach Pipinsried kommt“, freute sich Hürzeler augenzwinkernd: „Ich bin gespannt, was er gleich zu mir und zu uns in der Kabine sagen wird.“ Was genau der ehemalige Nationalspieler den Pipinsrieder Kickern gesagt hat, blieb in der Kabine. Fakt ist: im Match zwischen Pipinsried und Schwabmünchen war die Gästemannschaft zwar optisch überlegen, sie konnte sich aber gegen die starke Pipinsrieder Defensive kaum einmal gut in Szene setzen. Wenn es einmal brenzlig wurde, konnten sich die Pipinsrieder entweder auf ihren Keeper Thomas Reichlmayr oder auf die eklatante TSV-Abschlussschwäche verlassen.

Pipinsried hatte in der letzten Viertelstunde durch Konterattacken einige sehr gute Einschussmöglichkeiten, doch Markus Achatz, Ünal Tosan und Ruben Popa versemmelten auch die besten Chancen. „Da müssen wir besser werden, wir verballern noch zu viel. Hätten wir das 2:0 gemacht, wäre es am Ende nicht hektisch geworden“, monierte Hürzeler. So musste sein Team bis zum Abpfiff des nicht immer souverän wirkenden Schiedsrichters Jonas Beinhofer zittern. Was bleibt, ist ein unter dem Strich verdienter Pipinsrieder Sieg.

FC Pipinsried – TSV Schwabmünchen 1:0 (1:0)

FC Pipinsried: Thomas Reichlmayr, Thomas Berger, Denny Herzig, Fabian Hürzeler (73. Philip Grahammer), Sebastian Mitterhuber, Gianluca Simari, Ünal Tosun (82. Junis Ibrahim), Dennis Liebsch, Ludwig Steinhart, Markus Achatz, Atdhedon Lushi (58. Ruben Popa)

TSV Schwabmünchen: Felix Thiel, Lucas Kusterer (46. Dominik Fiedler), Gabriel Önat, Bastian Renner, Michael Guggumos, Adriano Schmidt, Mark Wehringer, Felix Kling, Maik Uhde, Thomas Rudolph, Marcel Gollnhofer (67. Robin Widmann)

Schiedsrichter: Jonas Beinhofer

Zuschauer: 300

Rote Karte: Gianluca Simari (22.)

Tor: 1:0 (26.) – Sebastian Mitterhuber umkurvt Felix Thiel und schiebt den Ball ein.

Text: Bruno Haelke

Quelle: fussball-vorort.de

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