Bayernliga Süd

FC Pipinsried fordert die Nummer 1 heraus

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Alternative für den Angriff: Emre Arik könnte beim FCP zum Zuge kommen, sollte Serge Yohoua ausfallen.

Die Pipinsrieder Festtage gehen weiter. Am Samstag empfängt der Fußball-Bayernligist aus dem Landkreis Dachau um 14 Uhr den Tabellenführer SV Pullach. Es ist bereits das vierte Topspiel in Folge für die akut abstiegsbedrohte FCP-Mannschaft.

Das Match wurde aufgrund des Mai-Feiertags um 24 Stunden nach vorne verlegt, so kommen auch die Fans des FC Pipinsried mal in den Genuss eines Samstag-Nachmittag-Knallers in der Bayernliga.

Nach den Punkteteilungen gegen den Tabellenfünften Sonthofen (1:1), den Tabellenvierten TSV 1860 Rosenheim (0:0) und den Tabellendritten SV Heimstetten (2:2) bekommt es die Weiß-Elf nun also mit dem Liga-Primus der Süd-Gruppe zu tun.

„Ich sehe all diese Teams auf einem Level, wir wissen genau, was auf uns zukommt“, stellt FCP-Coach Bernd Weiß klar. Für den Pipinsrieder Übungsleiter ist eines besonders wichtig: „Wir müssen den größeren Willen auf den Platz bringen – und diesen dann auch in die Tat umsetzen. Für uns geht es in der laufenden Saison noch um alles. Pullach hingegen hat durch den erneuten Aufstiegsverzicht im Titelrennen die Motivation eigentlich so ein bisschen verloren.“

Doch die Ergebnisse der Pullacher sprechen in den vergangenen Wochen eine andere Sprache. Am vergangenen Wochenende holte sich die Schmöller-Truppe durch einen 2:0-Sieg über den SV Erlbach sogar die Tabellenführung zurück. „Diese Ergebnisse zeigen, dass Pullachs Coach Frank Schmöller die Mannschaft immer noch richtig motivieren kann“, muss auch Weiß zugeben.

Die Favoritenrolle vor dem Duell gegen den Spitzenreiter ist für FCP-Präsident Konrad Höß schnell geklärt: „Natürlich sind wir der krasse Außenseiter, aber wir haben gegen die oberen Mannschaften in dieser Saison immer gute Spiele gemacht und wollen auch gegen den Tabellenführer eine Überraschung schaffen. Wir werden die Flinte nicht schon vor dem Anpfiff ins Korn werfen. Für uns ist dieses Spiel ein absolutes Highlight, wir haben gegen den Tabellenführer nichts zu verlieren.“

FCP-Coach Bernd Weiß erinnert sich: „Wir haben gegen die vorderen Mannschaften meist auf Augenhöhe agiert und waren auch bei der 0:1-Niederlage in Pullach auf Augenhöhe.“ Der FCP-Coach rechnet sich auch im Rückspiel Chancen aus: „Wir haben in Heimstetten gut nach vorne gespielt, aber einfach zu viele Torchancen liegen gelassen. Das muss besser werden.“ Doch der Pipinsrieder Trainer beschäftigt sich nicht nur mit der Offensive, auch die Verteidigung liegt ihm am Herzen: „Wir haben gerade in den Spielen gegen Rosenheim und Heimstetten zu viele Chancen des Gegners zugelassen. Wir haben zwar nur zwei Gegentore schlucken müssen, aber es hätten mehr sein können. Hier gilt es, den Hebel anzusetzen. Wir müssen im Defensivverhalten der ganzen Mannschaft besser zusammenarbeiten.“

Für den Pipinsrieder Coach ist das Duell gegen den Tabellenführer eine Art Testspiel, ehe es in die direkten Duelle mit den weiteren Kellerteams der Liga geht: „Ich sehe das Spiel gegen Pullach als Vorbereitung, wir präsentieren uns noch einmal auf dem Prüfstand.“

Der FC Pipinsried muss im Heimspiel gegen den Tabellenführer mit großer Wahrscheinlichkeit auf Sturmtank Serge Yohoua verzichten, er ist im Spiel gegen Heimstetten erneut wegen akuter Knieprobleme ausgewechselt worden. „Wir müssen abwarten. Das Spiel gegen Pullach ist nicht so wichtig, da haben die Partien gegen 65 Dachau am kommenden Mittwoch und Schlusslicht Ruhmannsfelden schon größere Bedeutung. In diesen Partien müssen wir punkten“, so der Pipinsrieder Coach.

Zudem fehlen dem FC Pipinsried gegen Pullach auch Zelimir Tosic und Jan Penic, beide sind beruflich verhindert. „Das ist bitter, da müssen wir uns nun wieder etwas einfallen lassen“, so Weiß über den Ausfall der beiden Flügelspieler. Text: Matthias Kovacs

Quelle: fussball-vorort.de

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