"Beherzte Leistung" in der letzten Partie macht Mut

Pipinsried will gegen den TSV Bogen nachlegen

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Beherzte Leistung: FCP-Kapitän Thomas Berger (am Ball) erzielte gegen den TSV Landsberg den Siegtreffer.

FC Pipinsried - Der Bayernligist FC Pipinsried muss am heutigen Mittwoch um 18.30 Uhr beim TSV Bogen antreten. Neben der an sich schweren Aufgabe steht der Mannschaft von Trainer Fabian Hürzeler eine lange Anreise bevor.

Trotzdem geht das Team aus dem Dachauer Landkreis mit viel Optimismus in die Partie. Und das hat seine Gründe.

160 Kilometer trennen den FC Pipinsried und den TSV Bogen geographisch. Tabellarisch sind es im übertragenen Sinne derzeit Welten, denn der gastgebende TSV rangiert derzeit mit sieben Punkten aus vier Spielen zusammen mit dem FC Sonthofen auf Rang drei. Pipinsried hingegen konnte sich trotz des Sieges gegen Landsberg in der Tabelle kaum verbessern, die Blau-Gelben sind mit drei Punkten aus drei Spielen auf Platz 17 positioniert. Sicher, es ist nur eine Momentaufnahme in der frühen Phase der Saison. Doch klar ist auch die alte Fußballer-Weisheit, dass bei Erfolgslosigkeit schnell Feuer unterm Dach ist.

Deshalb: „Der Sieg war extrem wichtig“, meinte der sichtlich erleichterte Pipinsrieder Sportchef Roman Plesche nach der Partie. Die Pipinsrieder hatten sich gegen Landsberg richtig rein gehangen, es wurde um jeden Ball gekämpft, aber auch der spielerische Akzent kam nicht zu kurz.

Die Partie stand unter dem Zeichen des Todes der Schwester von FC-Akteur Arbnor Segashi, die dem Amoklauf im OEZ zum Opfer fiel. Arbnor Segashi wurde freigestellt, gegen Landsberg aufzulaufen. Der Vollblutfußballer spielte, sein Engagement war nicht zu übersehen. Die Mannschaft von Fabian Hürzeler zeigte eine insgesamt sehr beherzte Leistung, auf die sich aufbauen lässt. Zudem gelang Torjäger Marco Bläser sein erster Saisontreffer – vielleicht ist der Knoten bei ihm nun endgültig geplatzt.

Sehr gut im Spiel der Pipinsrieder war die Reaktion nach dem Ausgleichstreffer – es wurde weiter nach vorne gespielt. Die Belohnung gab’s in Form des Treffers von Thomas Berger nur kurze Zeit später.

Wie schwer die Aufgabe für die Mannschaft um FC-Kapitän Thomas Berger ist, beweist die Tatsache, dass der TSV Bogen am vergangenen Wochenende beim SV Heimstetten trotz eines 0:1-Rückstandes die Partie noch drehen konnte. Gelobt wurde vor allem die bärenstarke Defensivleistung der Mannschaft von TSV-Übungsleiter Sepp Beller. Taktisch sehr klug verschoben die Niederbayern immer wieder derart gut, dass den Heimstettern kaum etwas einfiel, um den TSV auch nur einigermaßen unter Druck zu setzen. Selbst die schlimme Armverletzung von TSV-Akteur Patrick Fuchs – er wurde mit dem Sanka ins Krankenhaus gefahren, brachte den TSV nicht aus dem Konzept.

Der FCP will sich mit dem Wissen um die Stärken des Gastgebers nicht aus der Reserve locken lassen. „Wir werden sicher nicht übertrieben offensiv zu Werke gehen, damit Bogen dann seine Stärken, unter anderem das schnelle Umschaltspiel, einsetzen kann“, erklärt Plesche. Verzichten müssen die Pipinsrieder auf Ibrahim Junis, der beruflich verhindert ist. Mit dabei ist aber wieder Ruben Popa, dessen Rotsperre vom Spiel in Heimstetten abgegolten ist.

Text: Bruno Haelke

Quelle: fussball-vorort.de

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