Im Aufstiegskampf

Für Pipinsried zählt gegen die Wundertüte aus Bogen nur ein Dreier

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Hat seinen Stammplatz beim FC Pipinsried sicher: Ünal Tosun (links).

FC Pipinsried - Bleibt der FC Pipinsried auch im 14. Spiel in Folge in der Bayernliga Süd unbesiegt und beschert er sich so frühzeitig für eine überragende Herbstserie selber? Diese Frage wird am Sonntag in der FCP-Arena beantwortet.

Geschenke will der Gastgeber am 1. Advent nicht verteilen. „Egal wie – die drei Punkte müssen her. Wir wollen mit einem Sieg in die Winterpause gehen und so unsere bisher sehr gute Saison krönen“, gibt der sportliche Leiter des FC Pipinsried, Roman Plesche, die Marschrichtung für sein Team vor. „Wir gehen wegen der vielen Verletzten auf dem Zahnfleisch, aber wir haben das bisher sehr gut kompensiert. Wieso sollte das nicht auch im letzten Spiel des Jahres so sein?“, fragt Plesche nicht ohne ein Augenzwinkern.

Heiß auf das Match gegen den Gast aus dem Bayerischen Wald ist auch FC-Trainer Fabian Hürzeler. „Wir wollen die Partie unter allen Umständen bestreiten, wir wollen unbedingt drei Punkte im letzten Spiel einfahren“, so der junge Spielertrainer der Pipinsrieder. „Mit einem Sieg ins neue Jahr, das wäre für unsere Fans und uns selbst natürlich auch sehr wichtig“, so der Übungsleiter der Ilmtaler. Trotz der vielen Verletzten (Philip Grahammer, Junis Ibrahim, Denny Herzig, Tobias Hainzinger, Serge Yohoua) und dem gesperrten Ati Lushi konnten die Blau-Gelben ihre Serie immer weiter ausbauen. Selbst in dieser Situation ließ Hürzeler die Mannschaft rotieren.

„Die Trainingsleistungen sind sehr gut, also können wir auch die Rotation durchziehen“, erklärt Roman Plesche das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel in Pipinsried. Sicher, einige Positionen sind fest vergeben, trotzdem ging der Übungsleiterposition des FCP durch die Wechsel hohes Risiko, das sich aber letztendlich bezahlt gemacht hat.„In der vergangenen Woche haben wir sehr gut trainiert“, berichtet Plesche. So hat der Chef der Pipinsrieder Kicker wieder die Qual der Wahl. Alle Spiele in dieser Saison haben bisher nur Thomas Reichlmayr, Fabian Hürzeler, Sebastian Mitterhuber und Markus Achatz absolviert.

Um diese Achse herum hat sich der spät verpflichtete Ünal Tosun einen Stammplatz im Mittelfeld erkämpft. Über die Stationen Unterhaching, Unterföhring und der zweiten Mannschaft des SSV Jahn Regensburg II fand der Mittelfeldstratege den Weg zum FC Pipinsried.

Die Verpflichtung von Ünal Tosun erwies sich als Volltreffer, Tosun besticht durch seine Laufbereitschaft und vor allem sein Auge, Spielsituationen schnell zu erkennen und entsprechend umzusetzen. Gegen Kottern spielte er in der ersten Halbzeit auf der linken Seite, zog allerdings im Laufe des ersten Spielabschnitts immer mehr in die Mitte. In der Halbzeit wurde er dann wieder in die Zentrale beordert – und fortan war er erneut der kongeniale Partner von Fabian Hürzeler.

Der Gast aus Bogen ist eine Art Wundertüte. Er hat in 20 Spielen nur 20 Treffer erzielt, hat aber gegen die Spitzenteams aus Heimstetten und Pullach nicht verloren. „Im Hinspiel waren wir noch nicht eingespielt, aber es war bei dem Unentschieden kein einfaches Spiel“, erinnert sich Roman Plesche.

Benjamin Penzkofer, Trainer des TSV Bogen, ließ verlauten, dass nach den guten Ergebnissen gegen Unterföhring und Heimstetten nun auch die Hoffnung besteht, aus Pipinsried etwas mitzunehmen. Vor Wochenfrist musste das Team aus Bogen eine herbe 1:4-Klatsche in Sonthofen einstecken.

„Wir müssen immer einhundert Prozent geben, sonst geht das in die Hose“, meinen die Pipinsrieder Macher Plesche und Hürzeler unisono. „Wir haben die Mannschaft eindrücklich darauf hingewiesen, dass wir von Beginn an Vollgas geben müssen – egal gegen wen“, so Plesche abschließend.   

Text: Bruno Haelke

Quelle: fussball-vorort.de

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