Pipinsrieder Arbeitssieg mit filigranen Momenten

Lushi markiert den Siegtreffer

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Riesenjubel nach dem 1:0: Adthedon Lushi, der später das Siegtor für Pipinsried erzielte, umarmt Markus Achatz, den Pipinsrieder Torschützen zum 1:0. Rechts gratuliert Denny Herzig besonders herzlich.

FC Pipinsried - Der FC Pipinsried bleibt in der Bayernliga Süd weiter erster Verfolger des Liga-Ersten Pullach. Der FCP hat sein Heimpiel gegen einen starken BCF Wolfratshausen mit 2:1 gewonnen, mit 30 Punkten rangieren die Pipinsrieder jetzt in der Tabelle auf Rang zwei.

Es war ein Arbeitssieg für den FC Pipinsried gegen den Tabellenletzten aus Wolfratshausen, aber ein verdienter. Gegen einen gut aufgelegten und lauffreudigen Gegner mussten die Hausherren ihr gesamtes Repertoire zeigen, um am Ende die Oberhand zu behalten. Allerdings hätte die Mannschaft von FC-Coach Fabian Hürzeler den Sack wesentlich früher zumachen können, wenn da nicht der fahrlässige Umgang mit den Großchancen gewesen wäre. „Da haben wir uns das Leben selbst schwer gemacht. Mit der Defensive bin ich absolut einverstanden, mit der Offensivleistung allerdings nicht“, so der Übungsleiter ungehalten.

„Es ist zu Beginn für uns gut gelaufen. Wir gehen früh in Führung und haben dann zwei, drei sehr gute Chancen, frühzeitig auf 2:0 zu stellen“, so Hürzeler angesäuert. In der Tat hatten Junis Ibrahim (20.), Arbnor Segashi (27.) und Ünal Tosun (33.) beste Einschussmöglichkeiten, doch nix wars mit einem ruhigen Nachmittag für die Pipinsrieder. Anstatt die Führung auszubauen, bekamen sie die Rechnung in Form des Ausgleichstreffers von Emin Kaya präsentiert. Doch der FC Pipinsried der Saison 2016/2017 lässt sich augenscheinlich durch nichts klein kriegen, die erneute Führung durch Goalgetter „Ati“ Lushi folgte nur fünf Minuten später.

Was die Mannschaft von Fabian Hürzeler auszeichnet, ist die Tatsache, dass sie einfach nur Fußball spielen will. Nur sehr selten wird ein Ball planlos aus der Abwehr heraus gebolzt, stattdessen wird aus der Abwehr heraus ein feines Spiel aufgezogen – so fein, dass die Zuschauer mehrmals Applaus auf offener Szene gaben.

Auch der Ausfall einiger Akteure (Berger, Yohoua, Simari) konnte kompensiert werden. Selbst die kurzfristige Absage des erkrankten Dennis Liebsch konnte aufgefangen werden, der junge Ludwig Steinhardt füllte seine Rolle auf der rechten Außenseite gut aus. Der Gast aus Wolfratshausen machte von Beginn an deutlich, dass er nicht gewillt war, die Punkte in Pipinsried zu verschenken. Lautstark angetrieben durch ihren Trainer Marco Stier versuchten die Wolfratshauser ihren Gegner unter Druck zu setzen. Da gleich mehrere Gästespieler jede Aktion lautstark mitkommentierten, war von Anfang an eine Hektik im Spiel, die man in der Bayernliga nicht allzu oft vorfindet. Der Gastgeber spielte taktisch klug, er zog sich zurück und verdichtete geschickt das Zentrum. Bei einem Ballgewinn ging dann die Post – zumeist über die Außenbahnen – ab. Zudem behalf sich das Team aus dem Dachauer Hinterland eines probaten Mittels: Lange Diagonalbälle, wie sie in der Nationalmannschaft von Jerome Boteng und Mats Hummels lehrbuchreif gezeigt werden. Aber auch bei dem Dachauer Dorfverein klappte dieses taktische Element das ein ums andere mal hervorragend.

FC Pipinsried – BCF Wolfratshausen 2:1 (2:1)

FC Pipinsried: Thomas Reichlmayr, Denny Herzig, Arbnor Segashi, Fabian Hürzeler, Sebastian Mitterhuber, Ünal Tosun (83. Thomas Schreiner), Marco Krammel, Ludwig Steinhart, Junis Ibrahim (70. Ruben Popa), Markus Achatz, Atdhedon Lushi

BCF Wolfratshausen: Kevin Pradl, Florian Scheck, Marco Gröschel, Michael Rödl (78. Maximilian Moll), Leon Brudy, Lars Nummer, Michael Ott, Gregoire Diep (70. Paul Müller), Chafi Gobitaka (46. Mustafa Kantar), Emin Kaya, Jona Lehr

Schiedsrichter: Marcel Geuß

Zuschauer: 250

Tore:

1:0 (13.) – Nach einer Hereingabe von Fabian Hürzeler ist Markus Achatz aus fünf Metern per Kopf zur Stelle.

1:1 (39.) – Jona Lehr legt den Ball geschickt auf Emir Kaya, der mit seinem Schuss aus 20 Metern FC-Keeper Thomas Reichlmayr keine Chance lässt.

2:1 (44.) – Arbnor Segashi steckt die Kugel zu Atdhedon Lushi geschickt durch. Dieser dringt in den Strafraum ein, um dann das Spielgerät aus zehn Metern halblinker Position neben den rechten Pfosten zum Siegtreffer zu platzieren.

Text: Bruno Haelke

Quelle: fussball-vorort.de

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