SpVgg selbstbewusst vor Spiel gegen Schweinfurt

Pokal: Festtag in Haching

+
„Besser kann man sich nicht verkaufen“: Präsident Manfred Schwabl über die Hachinger Pokal-Helden.

SpVgg Unterhaching - Nach dem Elfmeterschießen, das das Pokal-Aus seiner SpVgg Unterhaching gegen den FSV Mainz 05 besiegelte, ließ sich Claus Schromm erst mal einen Kaffee bringen. Dabei hatte eher der Gästetrainer einen Hallo-Wach-Effekt nötig.

„Wir haben spielerisch viele Hausaufgaben zu lösen“, sagte Mainz’ Coach Martin Schmitt, „zumal wir zum Ligastart mit Borussia Dortmund ein ganz anderes Brett vor uns haben.“

So trennen sich die Wege der Kontrahenten vom Sonntag. Es geht zurück in den Alltag, unter verschiedenen Vorzeichen. Die Hachinger treffen am Samstag auf Schweinfurt, die Mainzer auf den BVB – doch während der Viertligist nach der packenden Partie seinen Siegeszug in der Regionalliga selbstbewusst fortsetzen kann, muss Mainz gehörig zulegen. Für die erste Halbzeit gegen die SpVgg, so Schmitt, „müssen wir uns fast entschuldigen. Da hat man von unserem Kerngeschäft eigentlich nichts gesehen.“ Haching-Stürmer Stephan Hain merkte dazu an, dass der Außenseiter „einen Teil dazu beigetragen hat, dass Mainz nicht so ins Spiel gekommen ist. Mit etwas Abstand können wir stolz auf uns sein.“

Zunächst aber überwog in der Kabine die Enttäuschung. „Wir waren so nah dran“, sagte Hain, der neben Dominik Stahl im Elfmeterschießen vergeben hatte. Es war dennoch „ein Festtag für uns“, erklärte Manfred Schwabl, „besser kannst du dich ja nicht verkaufen. Das war wieder einmal beste Werbung für unseren Verein, für die öffentliche Wahrnehmung war das Pokalspiel nicht so schlecht.“

"Qualität in der Mannschaft stimmt einfach"

Die Hachinger haben Routine entwickelt, im Pokal für Furore zu sorgen. Letzte Saison war erst im Achtelfinale Schluss, und von den insgesamt vier Partien bewertete Präsident Schwabl die aktuelle als die beste. Sie haben im Sommer viel in das neue Team investiert, zudem ist es eingespielter als im Vorjahr, als man einen kompletten Kader aus dem Nichts zusammenstellen musste. Schwabl: „Die Qualität in der Mannschaft stimmt einfach, jetzt geht es darum, unsere Serie in der Liga auszubauen.“

Der Aufstieg hat klar Priorität. „Wir sind stolz auf uns, dass wir uns gegen einen Erstligisten so viele Chancen herausgespielt haben“, meinte Schromm, „jetzt schauen wir, dass wir in der Regionalliga weiter unsere Leistung konstant abrufen – dann schauen wir mal, was der Herrgott noch so mit uns vorhat.“

Glückwünsche auf diesem Weg nach oben begleiten die Hachinger auch aus Mainz. „Ich wünsche viel Erfolg in der Meisterschaft“, sagte Schmitt. Schromm verabschiedete sich aus der Pressekonferenz, sein Pendant saß noch eine ganze Weile mit den mitgereisten Reportern aus Mainz zur Analyse auf dem Podium. Es gab ja viele Hausaufgaben zu erörtern.

Text: Andreas Werner

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Sulmer bekennt sich zum SV Pullach
Sulmer bekennt sich zum SV Pullach
Kupka und sein Kampf für den Amateurfußball
Kupka und sein Kampf für den Amateurfußball
Hürzeler: "Würde Höß gerne seinen Traum erfüllen"
Hürzeler: "Würde Höß gerne seinen Traum erfüllen"
Tomic-Volley im Video: Bayern-Treffer des Monats als Weihnachtsgeschenk?
Tomic-Volley im Video: Bayern-Treffer des Monats als Weihnachtsgeschenk?

Kommentare