Verfolger hecheln hinterher

Wo bleiben denn alle? Pullach marschiert

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Martin Bauer (r.) traf zum Pullacher 2:0.

SV Pullach - Schier unaufhaltsam scheint der SV Pullach der Konkurrenz in der Bayernliga Süd zu enteilen: Die Raben gewannen nicht nur ihr Auswärtsspiel beim SV Kirchanschöring mit 2:1 (1:0), sondern durften sich dank der Ergebnisse der Verfolger über ein Anwachsen ihres Vorsprungs freuen.

Für Trainer Frank Schmöller spiegelt das Tabellenbild die konzentrierte Arbeit seiner Mannschaft wider: „Solche Siege wie in Kirchanschöring sind keine Selbstverständlichkeit. Jeder Gegner will was von uns und wir nehmen es hervorragend an. Wie die Jungs das im Moment in jedem Training und in jedem Spiel durchziehen, zeigt was für tolle Charaktere sie sind.“ Auch in Kirchanschöring wurde dem SVP nichts geschenkt. Vor 600 Zuschauern hatte das Schmöller-Team in der Anfangsphase sogar einige Probleme, fing sich aber nach zehn Minuten. „Ab da haben wir das Spiel kontrolliert, ohne aber die große Gefährlichkeit auszustrahlen“, so Schmöller. „Und dann bricht eben oft eine Standardsituation das Spiel auf.“ In diesem Fall Tim Sulmers von halblinks im Netz versenkter direkter Freistoß (30.), der den Raben die Pausenführung bescherte. Auch das 0:2, direkt nach dem Wechsel, entsprang einem Freistoß: Diesmal brachte Andreas Roth den Ball nach innen, Martin Bauer hielt die Fußspitze hin (47.).

Der Zwei-Tore-Vorsprung hielt aber nicht lange, Yunus Karayün verkürzte nur vier Minuten später. „Wir müssen das 2:0 länger halten. So machen wir es uns selbst schwer“, ärgerte sich Schmöller über den Anschlusstreffer, der zudem mit etwas mehr Entschlossenheit vermeidbar gewesen wäre. „Da hatten wir schon zwei-, dreimal den Ball, haben aber nicht konsequent geklärt.“ Mit dem 1:2 kam Stimmung auf, doch hochkarätige Möglichkeiten erkämpfte sich Kirchanschöring nicht. Und auch den Ausfall von Michael Hofmann konnten die Gastgeber nicht zu ihren Gunsten nutzen: Der ehemalige Profi-Keeper in Pullacher Diensten musste nach einem Zusammenprall in der 78. Minute für Carsten Altstadt Platz machen. Der Ersatztorwart erwies sich als souveräner Vertreter und erhielt ein Sonderlob von Schmöller: „Er hat Sicherheit ausgestrahlt, ein paar Flanken heruntergefangen, genau das gemacht, was die Mannschaft gebraucht hat. Und das, obwohl er kalt reinkam.“ In der Schlussviertelstunde hätte der SVP gegen die aufgerückten Hausherren das Zittern vorzeitig beenden können. Dass Chaka Ngu’Ewodo bei zwei Abschlüssen das Ziel knapp verfehlte, sah Schmöller seinem Torjäger nach: „Das hat er gut gemacht, ich hätte ihm auch ein Tor gegönnt, weil er richtig gut gearbeitet hat.“ Mit dem Konterspiel insgesamt war der Coach allerdings nicht zufrieden: „Der letzte oder vorletzte Pass kam oft nicht an. Das hätten wir besser zu Ende spielen müssen.“ Doch das Ergebnis stimmte Schmöller versöhnlich: „Wir haben es über die Zeit gebracht, also alles gut.“

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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