Schmöller: "Kann es nicht mehr hören"

Pullach baut seine außergewöhnliche Bilanz aus

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47 Punkte hat Frank Schmöller mit seinen Pullachern bereits gesammelt.

SV Pullach - Der SV Pullach gibt sich weiter keine Blöße. Nach dem 2:1 (1:0)-Heimsieg über die DJK Vilzing steht das Konto des Bayernliga-Spitzenreiters bei außergewöhnlichen 47 Punkten aus 21 ungeschlagenen Spielen.

Auch wenn sein Team phasenweise keine Glanzleistung bot, wollte Trainer Frank Schmöller nicht viel daran aussetzen: „Die Jungs sind schon etwas müde. Sicher hätte ich mir das Spiel lieber etwas entspannter angeschaut. Aber insgesamt war der Sieg aufgrund der Häufigkeit der Chancen verdient.“ Wobei sich Schmöller mit dem Einstieg in die Partie sogar absolut einverstanden zeigte: „Wir haben bockstark angefangen.“

Der frühe Lohn für den furiosen Beginn war das 1:0 durch Martin Bauer, der nach einer Ecke von Tim Sulmer bedient wurde und aus 15 Metern traf (3.). Weitere Großchancen durch Sulmer, Dinkelbach und Bauer folgten. „Wir hatten ein paar dicke Bretter, waren da aber eher inkonsequent. Nach 20 Minuten hätte es schon 3:0 stehen können.“ Doch statt einer komfortablen Führung und eines geruhsamen Nachmittags erlebte Schmöller ab Mitte des ersten Durchgangs eine sehr unruhige Phase. „Dass Vilzing kampfstark ist und nach unserem 5:0-Sieg im Hinspiel besonders motiviert sein würde, wussten wir. Wir haben uns dann aber von der Hektik anstecken lassen, haben den Zugriff und die Ordnung verloren“, gab der Coach zu. „Allerdings hatte Vilzing auch keine großen Chancen, bis auf den Elfmeter und den Pfostentreffer unmittelbar danach.“ Den Strafstoß hatte Daniel Leugner verursacht, dem der Ball an die Hand gesprungen war. „Kann man wahrscheinlich geben“, meinte Schmöller. Folgen hatte die Entscheidung ohnehin keine, denn Torwart Michael Hofmann parierte gegen Michael Dietl sensationell und hatte danach das Glück des Tüchtigen, weil der Nachschuss von Tobias Bräu eben am Seitengebälk landete (24.). So brachten die Raben den Vorsprung in die Pause.

Und kurz nach Wiederbeginn schienen sie, trotz einiger vergebener Chancen, dem Erfolg ein Stück näher zu rücken, denn Vilzings Christoph Schwander kam gegen Michael Hutterer zu spät, traf den Pullacher Mittelfeldspieler und sah Rot (50.). Den Protesten der Gäste hielt Schmöller entgegen, „dass man, wenn man 38 Mal so reingrätscht, mal mit einem Platzverweis rechnen muss.“ In Überzahl hatten die Raben etliche Konterchancen, die sie nicht nutzen konnten, bis auf eine: Nach Leugners starker Vorarbeit hatte Sulmer wenig Mühe, das 2:0 zu markieren (75.). Die Partie schien gelaufen, doch es folgten noch ein paar bange Momente. So ging Schiedsrichter Stefan Treiber (Neuburg/Donau) nach einem Dinkelbach-Schuss zu Boden (85.). „Ein schöner K.o.-Schlag“, so Schmöller, der kurzfristig um die Punkte fürchtete. „Natürlich machst du dir Gedanken, was passiert, wenn das Spiel abgebrochen wird.“ Doch Treiber rappelte sich nach fünf, sechs Minuten auf und leitete die Partie zu Ende, die aber noch einmal spannend wurde, weil Bräu eine Nachlässigkeit der SVP-Deckung nutzte (90.+1.). „Vilzing hatte zwar keine Torchance mehr, aber es wird dann hektisch, es kommen lange Bälle, Ecken“, räumte Schmöller ein gewisses Zittern in der langen Nachspielzeit ein.

In den Jubel nach dem Schlusspfiff mischte sich auch ein wenig Ärger über Kommentare des Gegners: „Wenn die Vilzinger behaupten, wir haben glücklich gewonnen, dann sage ich: Wir haben zwar nicht sehr gut gespielt, aber wir hatten allein in der zweiten Halbzeit ungefähr zwölf dicke Chancen. Ich kann es einfach nicht mehr hören, dass wir immer Glück haben sollen. Ich glaube, 47 Punkte sind eine klare Ansage.“

Quelle: fussball-vorort.de

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