Toto-Pokal

Pullach erwartet Prüfstein

+
Zweikampfstark präsentiert sich Pullachs Neuzugang Michael Hutterer (l.) und heimst Lob vom Trainer ein

SV Pullach - Erstes Pflichtspiel für den SV Pullach: Die Raben treten am heutigen Samstag (18 Uhr) zum Auftakt des Bayerischen Toto-Pokal beim Landesligisten TuS Holzkirchen an.

Der Start in den Wettbewerb, dessen zweite Runde schon in einer Woche steigt, fällt mitten in die arbeitsintensive Phase vor dem Start der Bayernliga-Saison Mitte Juli. Das findet Frank Schmöller nicht ideal, einen ehrgeizigen Auftritt verspricht der SVP-Coach trotzdem: „Es ist ein Pokalspiel, da will man gewinnen. Aber wir werden unsere Vorbereitung nicht darauf ausrichten.“

Ein Selbstläufer dürfte die Aufgabe in Holzkirchen nicht werden. Selbst, wenn der TuS den Stellenwert des Spiels ähnlich beurteilen. Im Test gegen die SpVgg Unterhaching unterlag er 2:3, den Bayernligisten TSV 1860 Rosenheim besiegte er sogar 2:0.

Bestes Indiz für die Ambitionen des Siebten in der Landesliga Südost ist die Verpflichtung von Marco Höferth. „Wir könnten uns einen Höferth nicht leisten“, sagt Schmöller. Der 28 Jahre alte ehemalige U18-Nationalspieler mit Drittliga-Erfahrung, zuletzt Kapitän beim BCF Wolfratshausen, fehlt am Samstag allerdings wegen einer Verletzung.

Holzkirchen ist ein echter Prüfstein, doch die Raben scheinen gerüstet. Nach dem respektablen 1:1 gegen die U21 des TSV 1860 München gewannen sie gegen den ambitionierten Landesligisten VfB Hallbergmoos, der nach Rang drei nun ganz oben angreifen will, mit 3:1 (2:0). Schmöller ist mit diesem Ergebnis bis auf die Chancenauswertung sehr zufrieden: „Für den Aufwand, den wir betrieben haben, waren drei Tore zu wenig. Aber wir haben richtig guten Fußball gespielt. Ich habe Hallbergmoos selten so chancenlos gesehen. Wir sind auf einem guten Weg.“

Von den eingesetzten Neuzugängen erhielt Michael Hutterer, der von Liga-Konkurrent TSV 1865 Dachau gekommene defensive Wunschspieler, ein Sonderlob von Schmöller: „Er macht einen Super-Job, ist technisch versiert und zweikampfstark.“ Aber auch die anderen Neuen, die bislang größtenteils in der Landesliga spielten, sieht der Trainer nicht weit von der Stammformation entfernt. „Natürlich ist der Sprung groß, aber sie haben alle Potenzial, und ich denke, dass der eine oder andere zum Saisonstart in der ersten Elf stehen wird.“

Dass der erhoffte Top-Angreifer nicht verpflichtet werden konnte, bereitet Schmöller kein Kopfzerbrechen: „Wir haben ja gute Stürmer. Und es ist für uns nicht einfach, einen Sturm-Kracher zu holen. Die Münchner Fußballwelt hat sich verändert, vor allem seit die SpVgg Unterhaching in der Regionalliga spielt und deshalb die Nachwuchsleute dort bleiben. Dazu ist Garching wieder in der Regionalliga, auch Buchbach sieht sich im Münchner Raum um.“

Trotz der Konkurrenz ist Schmöller mit seinem Kader sehr zufrieden. Einziger Wermutstropfen: die Leistenbeschwerdenst von Mittelfeldmotor Christoph Dinkelbach. „Möglicherweise muss er operiert werden, dann würde er sechs bis acht Wochen ausfallen.“

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Job gekündigt: Strobl setzt für 1860 alles auf eine Karte
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Karriereende mit 27! Wenningers Körper will nicht mehr
Karriereende mit 27! Wenningers Körper will nicht mehr

Kommentare