Kaderplanungen fast abgeschlossen

Pullach fehlt noch ein Kracher für den Sturm

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Noch fehlt ihm ein echter Knipser: Frank Schmöller, Trainer des SV Pullach.

SV Pullach - Gerade mal gut zwei Wochen nach Ende der Bayernliga-Saison hat der SV Pullach die Personalplanungen für die neue Bayernliga-Saison schon weitgehend abgeschlossen.

Im Kern bleibt das Team, das die Runde 2015/2016 mit dem hervorragenden zweiten Platz abgeschlossen hat, zusammen, auch wenn sich mit Kapitän Richard Heckel eine zentrale Figur zum Landesligisten SC Oberweikertshofen verabschiedet. „Er war nicht zu halten, weil er einfach nicht mehr Bayernliga spielen wollte, und bei so einem verdienten Mann haben wir das auch akzeptiert“, betont Trainer Frank Schmöller noch einmal, und ergänzt: „Mit ihm haben wir nur einen echten Stammspieler verloren.“

Mittelfeldspieler Alexander Weiss, der zum TSV 1865 Dachau geht, stand gegen Saisonende allerdings ebenfalls fast immer in der Startelf. Und Schmöller gibt zu: „Ihn hätten wir gern gehalten, aber er wollte unbedingt nach Dachau.“ Außerdem verlassen die Offensivkräfte Ömer Kanca und Marco Gröschel den SVP, mit vorläufig unbekanntem Ziel. Gröschel hatte in zwei Jahren nur vier Einsätze von Beginn an. Von Ex-Profi Kanca, der im August nach einem kurzen Engagement als Spielertrainer des FC Pipinsried an die Gistlstraße gewechselt war, hatte man sich beim SVP mehr versprochen. „Er war in Pipinsried in einer Rolle, in der er sich nicht zurechtfand. Wir hatten viele Hoffnungen in ihn gesetzt, aber am Anfang war er nicht fit genug. Nach der Winterpause, als er fit war, hat er zwar zwei, drei Spiele von Anfang an gemacht, aber die Position, die er gern gespielt hätte, gibt es in unserem System nicht“, versucht Schmöller zu erklären, warum der begabte 26-Jährige, der sich selbst als klassischen Spielmacher sah, nie richtig Fuß fasste. Die Neuzugänge kommen vorwiegend aus unteren Spielklassen. Das könnte sich allerdings noch ändern, denn Frank Schmöller räumt ein: „Der Kracher im Sturm, den ich gerne hätte, fehlt mir noch.“ Dass so ein Mann, der dem einzigen echten Angreifer, Chaka Ngu’Ewodo Konkurrenz machen soll, nicht leicht zu bekommen sein wird, weiß der Trainer natürlich: „Wenn es nicht klappt, müssen wir intern eine Lösung finden.“ Noch für eine zweite Position hatte sich Schmöller, unabhängig von den Abgängen, unbedingt eine Verstärkung gewünscht, nämlich für die rechte offensive Seite.

Und die hat er mit Sean Erten vom Landesligisten TuS Holzkirchen auch bekommen: Der 26-Jährige verdiente sich die ersten Sporen im Herrenbereich beim FC Deisenhofen. In der Saison 2013/2014 erzielte er für Holzkirchen 21 Tore, nach einem weniger erfolgreichen Jahr und einem vorübergehenden Wechsel zum SV Bad Tölz traf er für den TuS in der abgelaufenen Spielzeit 14 Mal. Mit Thomas Meyer (24) fürs zentrale, Martin Bauer (26) fürs linke Mittelfeld und dem 18 Jahre jungen Stefanos Bavas, laut Schmöller „ein Perspektivspieler, mit dem man Geduld haben muss“, haben die Pullacher drei Leute vom Landesliga-Absteiger SV Planegg-Krailling verpflichtet. Dazu kommt Besart Murtezi (20) vom Regionalliga-Aufsteiger TSV 1860 Rosenheim, der allerdings lange pausiert hat. „Ein Sechser, der auch links in der Viererkette spielen kann. Er muss aber noch eine Schippe drauflegen bei der Konkurrenz auf dieser Position“, so Schmöller, der aber allen Neuen den Durchbruch zutraut, denn: „Wir holen sicher keine Spieler, von denen wir nicht glauben, dass sie es unter die ersten elf schaffen können.“

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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