Ein Remis, mit dem beide Klubs gut leben können

Pullach und Heimstetten teilen die Punkte

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Orhan Akkurt (hinten) markierte gegen seinen Ex-Klub den Führungstreffer.

SV Heimstetten / SV Pullach - Selten genug sind nach einem Fußballspiel alle Beteiligten glücklich. Am Samstag jedoch, nach dem 2:2-Remis im Lokalduell zwischen dem SV Heimstetten und dem SV Pullach, suchte man unzufriedene Gesichter vergebens.

Die Platzherren hatten der bitteren 1:2-Heimpleite in der Vorwoche gegen den TSV Bogen vier Punkte gegen die starke Lokalkonkurrenz aus Unterföhring und Pullach folgen lassen. So konnte SVH-Coach Heiko Baumgärtner nach dem 4:0-Erfolg am Mittwoch in Unterföhring mit der Punkteteilung am Samstag gut leben: „Pullach ist für mich die stärkste Mannschaft der Liga. Vor dem Spiel hätte ich einen Punkt sofort unterschrieben. Der Lucky Punch am Schluss wäre natürlich das I-Tüpfelchen gewesen.“ Auch sein Gegenüber Frank Schmöller wollte nicht lamentieren: „Die englische Woche hat Kraft gekostet. Wir sind zweimal nach einem Rückstand zurückgekommen, das spricht für den Charakter der Mannschaft. Unter dem Strich bin ich mit dem Punkt hochzufrieden.“ Blieb sein Team doch damit auch im sechsten Spiel unbesiegt und verteidigte die Tabellenführung.

Dank des vierten Saisontreffers der 30-jährigen Tormaschine Orhan Akkurt (26.) war die Baumgärtner-Elf mit einer verdienten 1:0-Führung in die Kabine gegangen. Schmöller betonte, „in der Halbzeit trotzdem ruhig geblieben“ zu sein. Mit Tim Sulmer brachte er zur Pause einen neuen Offensivspieler, der wenig später prompt den Ausgleich herstellte (50.). Durch Manuel Duhnke, der eine gute Vorarbeit des groß aufspielenden Daniel Steimel veredelte, holte sich der SVH die Führung zwar wieder zurück (66.), in Person von Andreas Roth aber hatte Pullach erneut eine Antwort parat (71.).

In der Schlussphase verpassten schließlich noch Clemens Kubina, dessen Kopfball an die Latte klatschte, und Rene Schäffer, der den Nachschuss vergab (89.), den von Baumgärtner angesprochenen „Lucky Punch“. Anschließend handelte sich Heimstettens Sebastian Paul noch eine gelb-rote Karte ein (91.), SVH-Coach Baumgärtner aber haderte mehr mit den „Gegentoren, bei denen wir uns dämlich angestellt haben“. Stolz auf seine Elf war er trotzdem, diese habe „gut gekämpft, das müssen wir in jedem Spiel auf den Platz bringen“. Sein Pendant Schmöller indes lobte insbesondere seinen 19-jährigen Joker Sulmer, der „gezeigt hat, dass es ein Fehler war, ihn nicht von Beginn an aufzustellen“.

Einen Kritikansatz zu finden, fiel ihm nach dem Unentschieden bei seinem Ex-Klub aber auch nicht schwer. Inklusive des 4:3-Erfolgs am Mittwoch über den 1. FC Sonthofen kassierte seine Elf in den beiden jüngsten Partien fünf Gegentreffer, was Schmöller als „absolut inakzeptabel“ bezeichnete, „wir sind keine Übermannschaft“.

Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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