Zusammenfassung Bayernliga Süd

Pullach Herbstmeister - Faber mit Freistoß-Doppelpack

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Der SV Pullach kann sich trotz Nullnummer in Gundelfingen über die Herbstmeisterschaft freuen.

Bayernliga Süd - Frank Schmöller und der SV Pullach können sich über die Herbstmeisterschaft freuen. Ein hitziges Duell sahen die Fans am Samstag zwischen Ismaning und Pipinsried. Die Zusammenfassung der Bayernliga Süd.

In einer hitzigen Partie, die für zwei Spieler mit einer Fahrt ins Krankenhaus endete, trennten sich am Samstag der FC Ismaning und der FC Pipinsried mit 1:1. Dass Ismanings brasilianischer Angreifer Luan da Costa Barros dabei erst in der neunten Minute der Nachspielzeit den Führungstreffer der Gäste durch Atdhedon Lushi (59.) egalisieren konnte, hing vornehmlich mit der Verletzung von Pipinsrieds Spielertrainer Fabian Hürzeler zusammen. Der 23-jährige Mittelfeldspieler war Mitte der zweiten Halbzeit bei einem unglücklichen Zusammenprall von Manuel Rings Fuß im Gesicht getroffen worden und kurzzeitig sogar bewusstlos. Den herbeigerufenen Krankenwagen nahm dann auch gleich sein Mannschaftskollege Thomas Berger in Anspruch, der noch im ersten Abschnitt bei einem Kopfballduell mit FCI-Innenverteidiger Darko Dankic aneinandergeraten war. Der junge Kroate offenbarte dabei den härteren Eisenschädel, erst in der 80. Minute musste auch er vom Platz. Kurz darauf wurde noch sein Teamkollege Tobias Killer mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen (82.).

Doch auch fußballerisch waren die knapp 300 Zuschauer durchaus gut unterhalten worden, der späte Ausgleichstreffer des FCI führte zu einem laut Ismanings Trainer Xhevat Muriqi „gerechten Unentschieden aufgrund unserer guten ersten Halbzeit“. Über das „unnötige Gegentor“ ärgerte sich der 42-Jährige zwar noch nach dem Abpfiff. Die Serie seiner Elf, die am vergangenen Dienstag auch das Nachholspiel in Vilzing mit 1:0 gewonnen hatte, blieb damit jedoch ebenso erhalten wie jene der Pipinsrieder. Beide Teams sind seit mittlerweile neun Partien unbesiegt.

Tabellenführer aber ist freilich weiter der SV Pullach. Trotz eines torlosen Remis am Samstag in Gundelfingen fixierte Frank Schmöllers Mannschaft bereits zwei Spieltage vor Ende der Hinrunde die Herbstmeisterschaft. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand: Nach 15 Runden ist der SVP noch immer unbesiegt, neben dem mit 34 Toren besten Angriff stellt der Vizemeister der Vorsaison auch die beste Defensive. Erst 13-mal musste Torhüter Michael Hofmann hinter sich greifen, in den jüngsten neun Partien nie öfter als einmal.

Da Pullach aber bekanntlich nicht aufsteigen kann, entbrennt hinter dem Spitzenreiter ein immens enger und spannender Kampf um Platz zwei, der am Ende den Direktaufstieg bedeuten würde. So liegt etwa der ambitionierte SV Heimstetten nach dem ungefährdeten 3:0-Erfolg am Samstag beim BCF Wolfratshausen nur noch einen Punkt hinter Platz zwei. Auch Heiko Baumgärtners Mannschaft ist seit sechs Spielen ungeschlagen und feierte dabei fünf Siege. Bei Marco Stiers Farchetern, die dadurch wieder auf den letzten Platz zurückfielen, hatte Sebastiano Nappo den SVH zunächst in Führung gebracht (39.). Mit einem Doppelschlag (72., 78.) schraubte schließlich Torjäger Orhan Akkurt sein Konto auf 14 Tore in 14 Spielen.

Punktgleich mit Heimstetten liegt der TSV 1865 Dachau um Spielertrainer Fabian Lamotte auf Platz fünf. Dank der Treffer von Dominik Schäffer (22.) und Alexander Weiser (64.) feierten die Dachauer am Samstag einen 2:1-Erfolg bei Regionalliga-Absteiger TSV Rain/Lech, der Anschlusstreffer der Platzherren durch einen Strafstoß (76.) war letztlich wertlos.

Auf diesem so wertvollen zweiten Platz aber rangiert seit gestern wieder der FC Unterföhring. Dank zweier Freistoßtreffer Andreas Fabers (27., 45.+2) und einem Tor von Arthur Kubica (41.) führte der FCU bei der Reserve Jahn Regensburgs bereits zur Halbzeit mit 3:0. Trotz des Anschlusstreffers der Platzherren (62.) zum 1:3- Endstand geriet Andreas Pummers Mannschaft auch nach dem Wiederanpfiff nicht mehr in Bedrängnis. Ob allerdings die Föhringer ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen könnten, wird sich erst noch zeigen müssen. Im Vorjahr mussten sie jedenfalls noch passen. Die nötigen Umbaumaßnahmen seien in der Kürze der Zeit nicht umsetzbar, musste Präsident Franz Faber damals ernüchtert verkünden.

Text: Matthias Horner

Quelle: fussball-vorort.de

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