Pullach überragend: „50 Punkte sind eine magische Nummer“

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Sulmer erzielte den entschiedenden Treffer.

Sie haben es tatsächlich durchgezogen: Nach dem 3:2 (1:1)-Sieg beim 1. FC Sonthofen geht der SV Pullach als ungeschlagener Bayernliga-Spitzenreiter in die Winterpause. Und das nach 22 Spieltagen.

Frank Schmöller ist immer für einen blumigen Spruch gut. Doch die Gesamtleistung seiner Mannschaft seit Beginn dieser Spielzeit musste er rhetorisch gar nicht groß ausschmücken. „Ein halbes Jahr ungeschlagen zu bleiben, ist wirklich grandios, dafür gibt es wenige Superlative“, wusste Pullachs Trainer, dass die Bilanz seines Teams für sich spricht: „50 Punkte sind natürlich eine magische Nummer.“ Der letzte Auftritt des Jahres war für Schmöller „im Grunde ein Spiegelbild der gesamten bisherigen Saison.“

Die Raben zeigten sich nicht unverwundbar, aber, so Schmöller: „Wir waren immer in der Lage noch eine Schippe draufzulegen. Und so haben wir uns heute unter schwierigen Bedingungen gegen einen guten Gegner durchgesetzt.“ Dabei sah es zunächst nicht rosig aus. „In der ersten Halbzeit haben wir abenteuerlich verteidigt“, gab Schmöller zu. Das galt auch beim 1:0 für die Gastgeber, die sich über Pullachs rechte Abwehrseite relativ unbehelligt durchkombinieren durften. „Und dann waren wir im eigenen Strafraum auch noch in Unterzahl“, bemängelte der Trainer. Maximilian Bär musste nur noch einschieben (29.). „Sonthofens Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient“, fand Schmöller, der noch einige weitere brenzlige Situationen sah. Vor allem dem überragenden Michael Hofmann im Tor war es zu verdanken, dass nicht noch mehr passierte.

Immerhin gab Pullach aber durch Christoph Dinkelbachs flachen 20-Meter-Schuss zum 1:1 (33.) eine schnelle Antwort auf den Rückstand. „Das war wichtig“, wusste Schmöller, dessen Team das Geschehen nach dem Ausgleich im Griff hatte, kurz nach dem Wechsel aber erneut in Rückstand geriet. Ein Sonthofner Freistoß sprang direkt dem Schützen Jannik Keller vor die Füße (48.).

„Ein unglückliches Tor“, so Schmöller. Aber keines mit nachhaltiger Wirkung, denn: „Ich hatte das Gefühl, die Mannschaft wollte das heute unbedingt durchziehen.“ Und so ließ der Ausgleich auch diesmal nicht lange auf sich warten: Ein schöner langer Pass von Jan Penic erreichte Andreas Roth, der den Torwart umkurvte und einschob (59.). Dem Siegtreffer ging ebenfalls ein sehenswerter Angriff voraus, der durch ein elfmeterreifes Foul an Tim Sulmer unterbunden wurde. Sulmer selbst trat zur Exekution an (70.) und stellte den 3:2-Sieg sicher, der Schmöller einigen Respekt vor seinem Team abnötigte: „Wenn du in Sonthofen zweimal zurückliegst, musst du eigentlich mit einem Punkt zufrieden sein. Dass es sogar drei wurden, macht uns glücklich und stolz auf das , was die Mannschaft zurzeit zu leisten imstande ist.“

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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