Präsident Schwabl nimmt Stellung

Teuerer Kader: Welches Risiko geht Unterhaching?

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Kapitän Josef Welzmüller (li.) mit Stephan Hain und Dominik Stahl. (re.)

SpVgg Unterhaching - Einen atemberaubenden Lauf hat die Spielvereinigung bis jetzt hingelegt: Acht Siege in acht Spielen. Damit unterstreichen die Hachinger ihre Ambitionen, nächstes Jahr wieder Profifußball spielen zu können.

Der sportliche Erfolg kommt nicht von ungefähr. Im Sommer entschieden die Verantwortlichen um Präsident Manfred Schwabl und Trainer Claus Schromm, dass es erfahrene Spieler braucht, um sich in der Liga durchzusetzen. Die Marschroute ist also klar: Meisterschaft und über die Relegation in die 3. Liga.

Deshalb holten die Verantwortlichen beispielsweise mit Dominik Stahl und Stephan Hain kurz vor Saisonbeginn (Stahl) bzw. nach den ersten Erfolgen (Hain) zwei langjährige Zweitligaspieler. Der Haken an der Sache: Solche Spieler sind teurer als Eigengewächse oder junge Talente, auf die man in der vergangenen Saison gesetzt hat. Schwabl aber meint gegenüber der Süddeutschen Zeitung: "Solche Spieler kosten den Verein nicht mehr als andere." Im Umkehrschluss heißt das, dass es noch weitere Gönner gibt.

Solche Leistungsträger werden von privaten Förderern mitfinanziert. Sogar Schwabl selbst hat schon Geld in den Verein investiert. Hinter der SpVgg steht kein potenter Geldgeber als Hauptsponsor und darin besteht das Risiko. Gelingt den Hachingern am Saisonende nicht der erhoffte Aufstieg in den bezahlten Fußball, könnte es finanziell wieder zu Turbulenzen kommen.

Schwabl nimmt aber die Sorgen, falls die Schromm-Elf auch in der nächsten Runde noch in der Regionalliga spielen muss: "Die Geldgeber würden noch ein weiteres Jahr investieren, deshalb haben die besagten Spieler auch langfristige Verträge abgeschlossen", sagt der Präsident bei der SZ. 

Risikofreudig muss man in der Regionalliga sein, denn selbst der Gewinn der Bayern-Staffel erlaubt noch nicht den Aufstieg in die 3. Liga. Am Ende wird voraussichtlich alles von den zwei Relegationsspielen gegen einen anderen Viertligisten abhängen. Immerhin: Mit der Meisterschaft würde sich Unterhaching direkt für den DFB-Pokal qualifizieren und hätte dadurch garantierte Einnahmen von mehr als 100.000 Euro.

Text: Andreas Knobloch

Quelle: fussball-vorort.de

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