Rückkehrer Hugo Lopes will’s noch mal wissen

+
Hugo Lopes feiert sein Tor gegen Gundelfingen.

SV Heimstetten - Drei Kantersiege hat der SV Heimstetten in dieser Bayernligasaison gefeiert, und alle drei wird Hugo Lopes so schnell nicht vergessen.

Beim ersten, dem 5:0 gegen Pipinsried, stand der Mittelfeldmann noch im Kader des Gegners, zu dem er im Sommer gewechselt war. „Ich habe dort die komplette Vorbereitung mitgemacht, aber dann hat es einfach nicht mehr gepasst“, sagt Lopes, der über sein Intermezzo in Pipinsried nicht gerne spricht. Nur so viel: „Ich bin mit dem Trainer dort nicht klar gekommen.“

Also klopfte der Portugiese bei seinem Ex-Klub Heimstetten an, wo er 2012/13 in der Regionalliga spielte. Am Rande des direkten Duells wurde der Wechsel perfekt gemacht; zwei Wochen später stand Lopes beim 4:0 in Unterföhring erstmals in der Anfangsformation – und markierte gleich ein Tor. Beim 4:0 gegen Gundelfingen traf er nun erneut; sein 1:0 brachte den SVH auf die Siegerstraße. Überdies zeigte der 28-Jährige bei seinem dritten Startelf-Auftritt in Folge als Sechser im Mittelfeld eine starke Leistung.

Es scheint also, als wäre Hugo Lopes endgültig beim SVH angekommen, nachdem er zuletzt eine turbulente Zeit erlebt hat. Vor drei Jahren verabschiedete sich der frühere Ismaninger vom SVH und heuerte bei der TSG Neustrelitz in der Regionalliga Nordost an – ein letzter Versuch, den Sprung zum Profi zu schaffen. Anfangs lief es gut für Lopes, der in Ingolstadt lebt: Unter anderem stand er im DFB-Pokal gegen Freiburg und später auch in der Liga auf dem Feld. Doch dann warf ihn eine Knieverletzung aus der Bahn. In der Folge fasste er weder beim TSV Rain noch in Manching Fuß, sodass er vorige Saison als Spielertrainer seines Heimatklubs Türk SV Ingolstadt in der Kreisliga kickte. „Ich habe mich dann aber gut gefühlt und wollte noch mal angreifen“, erklärt Lopes seinen Wechsel in die Bayernliga – erst nach Pipinsried, dann nach Heimstetten.

Dort haben sie den Rückkehrer mit offenen Armen empfangen – auch, weil beim SVH mehrere Mittelfeldspieler mit schweren Verletzungen außer Gefecht gesetzt sind. Im Duell mit Gundelfingen attestiert Heiko Baumgärtner dem Neuzugang eine „sehr starke Vorstellung“ – wobei der Trainer angesichts einer prima Teamleistung eigentlich keinen Spieler hervorheben will. Ohnehin ist der Coach trotz des 4:0 um Zurückhaltung bemüht, schließlich ist seine Elf zuletzt nach Siegen regelmäßig wieder auf die Nase gefallen. „Das Wichtigste ist jetzt, dass wir am Sonntag in Regensburg nachlegen.“

Text: Patrik Stäbler

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schwabl liebäugelt mit zwei Verstärkungen
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Schromm gibt Spielern Hausaufgaben für die Winterpause
Pipinsried holt Manchings Top-Torjäger
Pipinsried holt Manchings Top-Torjäger
Sulmer bekennt sich zum SV Pullach
Sulmer bekennt sich zum SV Pullach

Kommentare