Drei Sommer-Neuzugänge schon wieder weg

FCP mit Rumpftruppe zum Spitzenreiter

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Skeptischer Blick von FCP-Spielertrainer Fabian Hürzeler. Der Ex-Löwe ist vor dem Spiel in Kottern angeschlagen.

FC Pipinsried – Zwei Spiele, 0:6 Tore, null Punkte und der letzte Tabellenplatz. Die Bilanz des FC Pipinsried nach den ersten beiden Spielen in der Bayernliga Süd ist bislang ernüchternd.

Und am heutigen Samstag geht es ausgerechnet zur aktuellen Mannschaft der Stunde, um 16 Uhr tritt das Team von Spielertrainer Fabian Hürzeler beim TSV Kottern an. Die Allgäuer stehen mit zwei Siegen und einem Torverhältnis von 10:2 an der Tabellenspitze der Bayernliga Süd und erwarten den FCP mit breiter Brust.

Der einzige der in Pipinsried aktuell feiern kann, ist Präsident Konrad Höß. Er hat den Rechtsstreit mit seinem ehemaligen Spielertrainer Tobias Strobl, der jetzt beim SV Manching ist gewonnen – Strobl hatte zurückgezogen.

Ansonsten ist den Verantwortlichen des FC Pipinsried nicht wirklich zu feiern zu Mute. Nach den Niederlagen gegen Sonthofen (0:1) und unter der Woche in Heimstetten (0:5) ist der Druck auf den 23-jährigen Spielertrainer bereits groß. Hürzeler selbst musste in Heimstetten einige harte Attacken hinnehmen und ist für das Spiel in Kottern mehr als fraglich: „Das wäre natürlich noch einmal eine richtig bittere Nachricht, wir haben eh schon so viele Ausfälle“, erklärt Roman Plesche, Sportlicher Leiter des FC Pipinsried. Neben Hürzeler ist auch der Einsatz von Defensiv-Spezialist Dennis Liebsch fraglich, auch er ist angeschlagen. Sicher nicht mit dabei sind die gesperrten Thomas Schreiner und Ruben Popa. Letzterer hatte am vergangenen Mittwoch nach einem Aussetzer die rote Karte gesehen. Mehr als sauer über diesen Vorfall sein Präsident Konrad Höß: „So etwas dulde ich nicht. Zum Schluss der vergangenen Saison hat es das auch schon öfter gegeben. Da wird es in Zukunft Konsequenzen geben.“ Zudem fehlen mit Athdedon Lushi, Serge Yohoua, Tobias Heinzinger und Stefan Wagner vier weitere wichtige Spieler der Pipinsrieder. Hinzu kommt auch noch der Ausfall von Junis Ibrahim, der beruflich verhindert ist. „Das ist schon der Hammer, uns fehlt die halbe Mannschaft“, schlussfolgert Plesche.

All diese Punkte vergrößern die Hoffnungen beim FC Pipinsried natürlich nicht. Eine positive Nachricht gibt es jedoch: Philip Grahammer hat seine Rot-Sperre abgesessen und steht für das Spiel in Kottern wieder zur Verfügung. Sowohl Höß, als auch Plesche wären mit einem Punkt beim Spitzenreiter mehr als zufrieden. „Da würde ich den ganzen Sonntag durchfeiern“, erklärt Höß sarkastisch. An einen Sieg seiner Mannschaft glaubt der Pipinsrieder Boss jedoch nicht: „Wir sind in der Offensive aktuell einfach zu schwach. Lushi und Yohoua können wir nicht ersetzen, Marco Bläser ist zwar bemüht, doch bislang hat ihm das Glück noch gefehlt. Nach einem Gegentor schaut es daher bei uns immer schlecht aus.“ Der Plan von Roman Plesche ist daher klar: „Wir müssen in Kottern das Hauptaugenmerk auf die Defensive richten.“ Plesche, der selbst bereits für den TSV Kottern spielte, kennt den heutigen Gegner aus dem Effeff: „Kottern ist eine Mannschaft die defensiv gut steht und dann über Konter zum Erfolg kommt. Sie versuchen meist den Gegner das Spiel machen zu lassen und agieren viel mit langen Bällen.“ Diesen Gefallen will der FC Pipinsried den Allgäuern nicht machen: „Wir werden auch erst einmal tief stehen und Kottern das Feld überlassen. Es ist wichtig dort nicht ins offene Messer zu rennen. Für alle Pipinsried Fans, die ihren Verein im schweren Auswärtsspiel beim Tabellenführer unterstützen wollen fährt um 11.30 Uhr ein Bus am Sportheim in Pipinsried los. Nicht mit dabei ist Präsident Konrad Höß, er wird sich das Spiel des FCP nicht anschauen. „Ich war schon am Mittwoch in Heimstetten nicht mit dabei. Das ist einfach zu viel für mich“, so der FCP-Macher.

Drei Spieler verlassen den FC Pipinsried

Die Saison hat noch nicht einmal richtig begonnen, da hat der FC Pipinsried schon wieder die ersten Abgänge. Die Verträge von Torwart Thomas Bauer und Hugo Lopes, die erst im Sommer nach Pipinsried gewechselt waren, wurden aufgelöst. „Dies geschah auch auf Wunsch der Spieler“, erklärt Roman Plesche. Zudem steht eine weitere Vertragsauflösung kurz bevor. Keeper Nico Merz, im Sommer erst vom Lokalrivalen TSV 1865 Dachau gekommen will seinen Vertrag ebenfalls auflösen. „Nico sieht für sich keine Chance erster Torwart bei uns zu werden“, erklärt Plesche. Somit hat Pipinsried mit Thomas Reichlmayr nur noch einen einzigen Torhüter. Doch ein Zweiter ist bereits in Sicht. „Ich befinde mich sowohl mit Thomas Zieger, als auch Georgios Blantis in Gesprächen“, erklärt Höß. Beide Keeper waren in der vergangenen Saison für Pipinsried im Einsatz.

Matthias Kovacs

Quelle: fussball-vorort.de

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