Fürstenfeldbruck verliert Relegationshinspiel in Stätzling

SCF: Der Abstieg rückt immer näher

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Trostlos und am Boden: Der SC Fürstenfeldbruck geht nach der Niederlage in Stätzling schweren Zeiten entgegen.

SC Fürstenfeldbruck - Der SC Fürstenfeldbruck steht mit einem Bein in der Bezirksliga.

Nach der desolaten Leistung bei der 1:3 (0:2)-Schlappe im Relegationshinspiel vor über 700 Zuschauern in Stätzling müsste im Rückspiel am Sonntag schon eine komplette Kehrtwende erfolgen, wenn der Klassenerhalt doch noch gelingen soll.

Folgendes spielte sich Mitte der zweiten Halbzeit ab: Marian Knecht ließ sich bei einem Konter von seinem Stätzlinger Gegenspieler abdrängen. Doch anstatt nachzusetzen, blieb der SCF-Angreifer einfach stehen und haderte, dass er keinen Foulpfiff bekommen hatte. Die Szene hatte gleich in doppelter Hinsicht Symbolcharakter für das Spiel des SCF. Nicht nur, dass die schwäbischen Hausherren den Bruckern körperlich gnadenlos überlegen waren. Auch psychisch scheinen die jungen SCF-Akteure nicht ganz begriffen zu haben, welche Attribute in Entscheidungsspielen gefordert sind.

Trainer Michael Westermair, der sich im zweiten Durchgang sogar selbst einwechselte, brachte es auf den Punkt: „Die erste Halbzeit sah phasenweise wie ein Freundschaftsspiel aus. Das kann in der Relegation eigentlich nicht sein.“ Dabei hätte sich die Mannschaft viel vorgenommen. Aggressiv in die Zweikämpfe zu gehen und hellwach zu sein, lautete die Vorgabe. „Genau das Gegenteil haben wir dann gemacht“, schimpfte Westermair.

Völlig desolat überließen die Brucker den Hausherren in den ersten 45 Minuten das Feld. Nicht eine einzige Torchance sprang heraus. „Wir waren völlig von der Rolle.“ Nur in den ersten fünf Minuten wirkte die Partie noch offen. „Aber dann hat Stätzling gemerkt, dass bei uns nicht viel los“, so der SCF-Coach. Und so übernahmen die Hausherren das Ruder.

Stätzlings Torjäger Marvin Gaag profitierte bei seinen beiden Toren von der weitgehenden Zweikampfverweigerung des SCF. Beim 1:0 durften sowohl er als auch Vorlagengeber Fanz Losert unbedrängt im Sechzehner agieren. Und auch beim 2:0 erfuhr Gaag kaum Gegenwehr – auch wenn er beim Tor dann Glück hatte, dass sich sein als Flanke gedachter Versuch unerwartet in einem Torschuss verwandelte, der Maximilian Knobling im Brucker Kasten kalt erwischte.

Nach dem 3:0 nach einer guten Stunde schien der Zug zum Klassenerhalt für die Brucker dann endgültig abgefahren zu sein. Aber fünf Minuten später setzte sich Knecht dann doch einmal durch und traf zum 1:3. „Der Anschlusstreffer war unglaublich wichtig“, sagt Westermair. Nun kann der SCF mit einem 2:0 im Rückspiel am Sonntag um 16 Uhr noch den Ligaverbleib schaffen. Westermair: „Aber der Vorteil liegt bei Stätzling."

Text: Andreas Daschner

Quelle: fussball-vorort.de

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