SV Pullach sieht dem Heimspiel gegen Bogen mit dem Selbstvertrauen des Spitzenreiters entgegen

Schmöller hofft auf ein verspätetes Präsent

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Niklas Mooshofer soll nach seinem Kreuzbandriss in rund vier Wochen beim SV Pullach wieder ins Training einsteigen.

SV Pullach – Beim SV Pullach herrscht vor der Bayernliga-Heimpartie gegen den TSV Bogen (Samstag, 15 Uhr, Gistlstraße) das Selbstbewusstsein des Tabellenführers vor.

„Wir wollen unser Spiel durchziehen und können auf die eigene Stärke vertrauen“, will SVP-Coach Frank Schmöller gar nicht allzu viel über den Gegner sprechen. „Bogen ist eine körperlich robuste und kompakte Mannschaft“, weiß der Erfolgstrainer der Raben auch aus der Erfahrung der Vorsaison – als Pullach nur zu einer 2:2-Punkteteilung an der Gistlstraße gelangte.

Großen Respekt hat Schmöller freilich vor seinem Amtskollegen. „Sepp Beller ist ein sehr guter Coach und hat das schon mit erfolgreichen Engagements auch in der Bayernliga nachgewiesen“. Vor seinem aktuellen Engagement bei den Niederbayern hatte er bereits beim Ligakonkurrenten Vilzing Akzente gesetzt. Beim aktuellen Ligaelften Bogen, zuletzt im Heimspiel gegen starke Unterföhringer beim 0:3 chancenlos, hatte man vor der Saison das Personalkarussell kräftig wirbeln lassen und elf Neuzugänge verpflichtet. Neuer Eckpfeiler zwischen den Pfosten ist Mark Putz vom Liga-Mitbewerber Hankofen-Hailing. Ebenso neue Stammkräfte wurden mit Michael Scheßl (Ruhmannsfelden) für die Defensive und dem Mittelfeld-Lenker Tobias Richter aus Hankofen-Hailing verpflichtet. Für Tore soll vor allem der erfahrene, 34-jährige Sturmtank Nico Beigang sorgen. Der antrittsschnelle und trickreiche Angreifer ist besonders aus seiner Regionalligazeit in Darmstadt oder bei den Stuttgarter Kickers bestens bekannt. Richter wie Beigang mit bislang je zwei Toren sind die besten Schützen eines noch stotternden Bogener Angriffsmotors.

„Wir brauchen gegen Bogen viel Spielfreude und Konzentration“, gibt Schmöller als Marschroute aus. „Die Versäumnisse vom glücklichen Remis in Landsberg in der Vorwoche sind in dieser Woche umfangreich abgearbeitet worden. Die Mannschaft hat sehr gut trainiert.“

Den Trainer der Schwarz-Gelben plagen allerdings Personalsorgen. „Mir fehlen in Mittelfeld und Offensive ein paar wichtige Alternativen“, räumt Schmöller ein. Denn Sean Erten und der aus Pipinsried zu den Raben gewechselte Jan Penic fehlen gegen Bogen wegen privater Verpflichtungen. Bei den Dauerverletzten sieht Pullachs Trainer Licht am Ende des Tunnels. Christoph Dinkelbach ist im Lauftraining zurück und soll nach seiner Schambeinentzündung in wenigen Wochen wieder einsetzbar sein. Abwehr-Recke Niklas Mooshofer braucht in der laufenden Reha noch etwas länger und soll nach seinem Kreuzbandriss Ende September wieder in den Trainingsbetrieb einsteigen. „Beide fehlen uns, bei beiden ist aber vorsichtiges Heranführen oberste Pflicht“, so Schmöller. Gegen Bogen werde man aber auch ohne die absenten Kräfte eine starke Mannschaft präsentieren. Zumal der zuletzt angeschlagene, bislang vierfache Saisontorschütze Tim Sulmer bereits in Landsberg wieder 45 Minuten lang wirbelte und auch am Samstag fest eingeplant ist. Den Platz an der Sonne wollen die Pullacher behaupten. Vielleicht klappt es am Samstag eine Woche nach dem 50. Geburtstag des Trainers auch mit dem nachträglichen Drei-Punkte-Präsent der Mannschaft.

Text: Harald Hettich

Quelle: fussball-vorort.de

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