Schmöller ohne Herzrasen: SVP souverän

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Als zweifacher Torschütze glänzt Chaka Ngu’Ewodo (r.) beim 3:0-Sieg des SV Pullach zum Saisonauftakt in der Bayernliga Süd.

SV Pullach - Nicht völlig problemlos, aber insgesamt doch sehr souverän ist der SV Pullach in die neue Saison der Fußball-Bayernliga Süd gestartet.

„Es wird nicht so viele Bayernligaspiele geben, in denen man so ohne Herzrasen auf der Bank sitzen kann“, offenbarte Trainer Frank Schmöller nach dem 3:0 (2:0)-Heimsieg über den TSV Schwabmünchen einen ziemlich gelassenen Gemütszustand.

Zumindest, so weit es das Ergebnis betraf. Denn an der Darbietung seiner Mannschaft fand der 49-Jährige nur mit Abstrichen Gefallen. Wofür er aber wiederum gleich die Erklärung mitlieferte: „Es war ein typisches Saisoneröffnungsspiel. Da sind alle ein bisschen hektisch.“ Selbst der frühe Führungstreffer der forsch in die Partie gestarteten Raben trug nicht zur Beruhigung bei. Andreas Roths Flanke, von einem Gäste-Verteidiger knapp unterlaufen, landete bei Chaka Ngu’Ewodo, der trotz seiner Überraschung den Überblick behielt, den Ball mit der Brust stoppte und im Fallen ins Netz beförderte (6.). Das 1:0 forderte Schwabmünchen allerdings zu verstärktem Pressing heraus, was den Pullachern gar nicht behagte, Ballverluste im Spielaufbau waren die Folge. „Da war auch die Bewegung ohne Ball schlecht“, räumte Schmöller ein.

Richtig gefährlich wurde es für den SVP trotzdem nicht: Eine Halbchance, ein 16-Meter Schuss von Daniel Raffler (11.), sollte über 90 Minuten sogar die beste Gelegenheit für den TSV bleiben.

Deshalb schlich sich bei allen Beteiligten nach dem 2:0 aus heiterem Himmel schon das Gefühl ein, die Partie sei gelaufen. Wieder kam eine Flanke von links, diesmal von Peter Beierkuhnlein, Ngu’Ewodo wollte zum Kopfball ansetzen, wurde von Maik Uhde aber mit einem leichten Schubser daran gehindert. Die Strafstoßentscheidung von Schiedsrichter Jürgen Steckermeier (Landshut) war hart, weil der Ball für Pullachs Stürmer kaum erreichbar schien, aber durchaus vertretbar. Ngu’Ewodo trat selbst an und verwandelte kaltblütig (29.). Ein leichtes Zucken im Anlauf führte nochmal zu Schwabmünchner Protesten und einer kurzen Beratung zwischen Schiedsrichter und Assistenten, doch der Treffer zählte und das Spiel war praktisch entschieden.

Auch nach dem Wechsel blieben Torchancen Mangelware. Tim Sulmers Kopfball entschärfte TSV-Schlussmann Felix Thiel (70.). Bei der Neuauflage des Duells hatte der Keeper das Nachsehen: Sulmer rutschte in eine flache Hereingabe des gerade eingewechselten Sean Erten (73.). „Das war ein schöner Angriff“, lobte Schmöller diese rühmliche Ausnahme vom Angriffsspiel seines Teams an diesem Tag. „Insgesamt haben wir in der zweiten Halbzeit aber zu hektisch agiert.“ Doch das Ergebnis stimmte versöhnlich: „Ein Sieg zum Start ist immer gut, und vom Spielverlauf her war es ja auch souverän.“

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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