Gipfeltreffen an der Gistlstraße

Schmöller: "Das wird ein richtiges Spitzenspiel"

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Nach einer Wadenverletzung wieder fit ist der Pullacher Neuzugang Michael Hutterer – Trainer Frank Schmöller sieht in ihm eine wertvolle Stütze und würde den Mittelfeldspieler im Spitzenspiel gegen den 1. FC Sonthofen gern einsetzen.

SV Pullach - Der SV Pullach, in der vergangenen Saison Zweiter der Bayernliga Süd, empfängt heute (18.30 Uhr) den Vorjahresvierten 1. FC Sonthofen. Im aktuellen Klassement der neuen Spielzeit stehen beide Teams sogar noch um jeweils einen Rang besser da.

Die Raben grüßen nach vier Runden mit drei Siegen und einem Unentschieden, also zehn Punkten, von der Spitze, Sonthofen liegt als Dritter drei Zähler zurück. Für SVP-Coach Frank Schmöller ist dieses Bild trotz des frühen Zeitpunkts der Saison schon mehr als eine Momentaufnahme. Sein eigenes Team will endlich Bayernliga-Meister werden, die Gäste sieht er als einen der großen Rivalen: „So wie sich Sonthofen verstärkt hat, ist das der Top-Favorit. Wenn du zwei Spieler aus der Regionalliga holst, setzt du ein klares Zeichen.“ Die Allgäuer haben mit Robin Lhotzky und Kerim Kalkan nicht nur zwei Akteure direkt vom FC Memmingen abgeworben, sondern mit Steffen Friedrich vom FV Ravensburg noch einen weiteren Verteidiger, der es in den Jahren zuvor in Memmingen schon auf über 50 Regionalliga-Einsätze brachte. Der 23-Jährige verfügt also über jede Menge Erfahrung, die Sonthofens Trainer Esad Kahric in der Defensive gerne nutzt. Denn der Übungsleiter versteht sich darauf, es dem Gegner schwer zu machen. Schmöller sieht da auf seine starke Offensive um den sechsfachen Torschützen Chaka Ngu’Ewodo eine harte Geduldsprobe zukommen: „Ich kann mir vorstellen, dass Kahric, um Chaka in den Griff zu kriegen, mit Fünferkette spielt, also ein klassisches 5-4-1.“ Dass sein Team zuletzt die ebenfalls defensiv kompakten Vilzinger mit 5:0 auseinandernahm, ist für den Trainer kein Maßstab: „Gegen Sonthofen müssen wir andere Optionen finden als in Vilzing. Da können wir aber auch zeigen, ob wir uns als Mannschaft von Spiel zu Spiel steigern können.“ Sonthofens jüngste 0:2-Heimpleite gegen den FC Unterföhring schmälert Schmöllers Respekt vor dem Gegner übrigens ebenfalls nicht: „So ein Ergebnis hat jeder mal drin, das wird auch uns mal passieren. Ich denke, es wird ein richtiges Spitzenspiel.“

Für das seine Mannschaft offenbar bestens gerüstet ist, wenn man die bisherigen Ergebnisse zugrunde legt. Hat der Coach denn selbst mit so einem starken Start gerechnet? „Man hofft natürlich immer. Aber ich bin jetzt schon wirklich lange dabei und immer noch vor jeder Saison nervös und kribbelig“, gibt Schmöller zu. „Man weiß nie genau, wo man steht, denn die Vorbereitung sagt nicht wirklich was aus.“

Eines zeichnete sich allerdings schon in der Vorbereitung ab, nämlich, dass Neuzugang Michael Hutterer vom TSV Dachau 65 eine wertvolle Stütze sein wird. In Vilzing fehlte der Mittelfeldspieler wegen einer Wadenverletzung, für heute könnte es reichen. „Wenn er wieder fit ist, wird er spielen. Aber ich behalte mir auch so Änderungen vor, denn das hat am Samstag in Vilzing schon Kraft gekostet. Und am Wochenende müssen wir nach Heimstetten“, denkt Schmöller trotz der Erfolgsserie über die Anwendung des Rotationsprinzips in dieser englischen Woche nach.

Text: Umberto Savignano

Quelle: fussball-vorort.de

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