Haching zeigt beeindruckende Dominanz

Schromm: "Können uns nur selbst schlagen"

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Augen zu und durch: Hachings Maximilian Bauer (r.) rechnet in dieser Saison mit keiner einzigen Niederlage.

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching war selbst im Spitzenspiel der Regionalliga Bayern gegen den FC Augsburg II nicht zu bremsen. Nach dem 3:1-Sieg gegen den Tabellendritten sprach SpVgg-Trainer Claus Schromm mit Respekt über den Gegner aus Schwaben.

Nach dem Heimspiel stellte sich dem nüchternen Betrachter die Frage: Wer kann denn dann die Hachinger überhaupt noch stoppen, wenn es schon die bis zur Partie im Sportpark ungeschlagenen Augsburger nicht konnten? Schromm fand eine kurze und präzise Antwort: „Wir“.

Angesichts des Hachinger Laufes ist es aktuell kaum vorstellbar, dass sich die in den ersten fünf Spielen ohne einen Punktverlust gebliebene Mannschaft in den kommenden Wochen eine Blöße geben könnte und urplötzlich einbricht. Aussagen wie die von Hachings Rechtsverteidiger Maximilian Bauer, der nach dem Spiel gegen Augsburg über den „bisher schwersten Brocken“ sprach, lassen eher einen anderen Schluss zu: Gegen schwächere Mannschaften könnte die Dominanz sogar noch größer ausfallen als gegen die direkte Konkurrenz, die zumindest in Teilen des Spiels ernsthaft dagegenzuhalten vermag.

Wie lange kann sich die SpVgg in dieser Saison also noch ungeschlagen halten? Laut Bauer plane man beim souveränen Spitzenreiter der Regionalliga Bayern eigentlich mit keiner Niederlage mehr. „Wir wollen das in diesem Jahr gnadenlos durchziehen. Wir möchten, dass es dieses Jahr zur Routine wird, dass wir gewinnen“, sagt der gegen Augsburg gut aufgelegte Außenverteidiger. Die Erfolgsformel des Hachinger Spiels basiert auf einer Mischung von Spielfreude und Kampf. „Wir versuchen, das Spiel von hinten aufzuziehen. Jedes Spiel ist harte Arbeit“, sagt Bauer.

In der Defensive gönnt die SpVgg dem Gegner, wie gegen Augsburg in der ersten Hälfte geschehen, kaum Chancen. Vor dem Tor haben die Rot-Blauen mit Neuzugang Stephan Hain zudem einen eiskalten Torschützen gefunden, der zum richtigen Zeitpunkt für die nötigen Treffer sorgt. Und wenn es einmal nicht läuft, können auch mal die Einwechselspieler – wie zum Beispiel gegen Fürth – für die Entscheidung sorgen.

Siege werden aktuell zur Gewohnheit, Problemzonen sind schwer auszumachen: Zu dominant wirkt der Spitzenreiter zu dieser Phase der Saison. Schromm findet dennoch kleine Beanstandungen. Man hätte gegen Augsburg versuchen müssen, „das Ding früher klar zu machen“. Im nächsten Moment relativiert Schromm seine Aussagen allerdings gleich wieder. Wohlwissend von der komfortablen Lage des aktuell unbezwingbarem Liga-Krösus: „Das ist aber ein Jammern auf hohem Niveau.“

Schromm lenkte kurz darauf den Fokus bereits auf das nächste Spiel am heutigen Dienstag (18.30 Uhr) auswärts beim SV Schalding-Heining. „Das wird eine richtig schwere Aufgabe. Schalding schätze ich richtig gut ein“, sagte der Fußballlehrer. Angesichts des Hachinger Laufes, ist das aktuell nur schwer nachvollziehbar.

Text: Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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