Trotz Pleite in Bayreuth

Schromm lobt "starke Moral" seiner Mannschaft

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Drei Mal bezwungen: Hachings Torwart Stefan Marinovic.

SpVgg Unterhaching - Die Rückkehr in der Regionalliga-Alltag endete mit langen Gesichtern. In einer ereignisreichen Partie verlor die SpVgg Unterhaching am Samstag bei der SpVgg Bayreuth mit 2:3 und in der Tabelle damit auch Platz vier wieder an Illertissen.

Es gibt Tage, an denen einfach alles perfekt läuft. So einen erlebte die SpVgg am Dienstag beim 5:1 im Toto-Cup in Regensburg. Und es gibt die anderen. So einer war’s am Samstag beim Auswärtsspiel in Bayreuth. Das Spiel hatten die Hachinger zunächst komplett im Griff, wurden dann aber früh durch den Platzverweis gegen Ulrich Taffertshofer dezimiert (23.). Zweimal trafen die Gastgeber aus dem Nichts, vergaben in der turbulenten Schlussphase auch noch einen Strafstoß. Die SpVgg vergab letztlich zu viele Chancen und kassierte so die achte Saisonniederlage. </p><p>Das Fazit von Cheftrainer Claus Schromm fiel entsprechend aus: „Zu Beginn, als es noch ein elf gegen elf war, haben wir ein sehr gutes Spiel gezeigt. Nach der Gelb-Roten Karte wurde es natürlich schwierig.“</p><p>Auch über eine Stunde in Unterzahl versuchte sein Team jedoch alles, wurde aber nicht belohnt. „Trotz des Platzverweises bin ich der Meinung, dass wir die Partie nicht verlieren dürfen“, so Schromm, „die Jungs haben nie aufgegeben und eine starke Moral bewiesen. Leider hat es am Ende dann nicht mehr gereicht.“</p><p>Schon Thomas Steinherrs erste Chance nach drei Minuten und Maximilian Nicus Alleingang Richtung Bayreuther Keeper (11.) waren die ersten Belege, dass die SpVgg sich in der Liga keineswegs frühzeitig zurücklehnen will. Den Weg ins Tor fand der Ball beide Male nicht. Nach Taffertshofers zweitem Foul schon nach 23 Minuten und der folgerichtigen gelb-roten Karte gab es mit dem 1:0 durch Ulbricht nach einer guten halben Stunde den zweiten Rückschlag. Die Antwort kam aber prompt: Nicu zog aus der zweiten Reihe ab und glich noch vor der Pause aus (41.).</p><p>Nach dem Seitenwechsel waren zunächst wieder die Gäste tonangebend. U18-Nationalspieler Tim Schels, der erstmals in der Rückrunde zum Einsatz kam, zog in der 50. Minute frech aus 20 Metern ab, Bayreuths Keeper Arkenberg konnte parieren. Markus Einsiedlers Treffer kurz danach pfiff Schiedsrichter Schieder wegen Abseits zurück. Nicu hatte das 2:2 in der 61. Minute erneut auf dem Fuß, er jagte den Ball aber aus aussichtsreicher Position über das Tor.</p><p>Statt Jubel über den Ausgleich war das 2:1 durch Kolb in der 65. Minute der nächste Keulenschlag für Schromms Team. Auch damit war’s aber noch nicht vorbei. Torhüter Stefan Marinovic hielt sein Team mit einer starken Parade gegen Özdemirs 30-Meter-Kracher im Spiel, ehe die Hachinger in der Schlussphase noch einmal Vollgas gaben, aber wieder nicht belohnt wurden.</p><p>Als Schels im Strafraum zu ungestüm war, zeichnete sich Hachings Schlussmann erneut aus und hielt den Elfmeter von Kolb. Einsiedler hatte in der 89. Minute die Riesenchance zum 2:2, scheiterte aber an Arkenberg. Stattdessen konterten die Gastgeber in der Schlussminute und schlossen zum 3:1 ab.</p><p>In der Nachspielzeit traf Einsiedler schließlich doch noch, das war aber zu spät. In einem spannenden Spiel fehlte der SpVgg das nötige Glück.</p>

Text: Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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