Schromm-Rückkehr misslingt gründlich

+
Das hatte er sich anders vorgestellt: Claus Schromm verpasst bei seiner Rückkehr auf die Hachinger Trainerbank den erhofften Befreiungsschlag.

SpVgg Unterhaching - Es gab keinen österlichen Befreiungsschlag, dafür eine ganze Menge neuer Sorgen für die SpVgg Unterhaching. Schlimmer hätte es am Sonntag in Osnabrück nicht ko...

SpVgg Unterhaching - Es gab keinen österlichen Befreiungsschlag, dafür eine ganze Menge neuer Sorgen für die SpVgg Unterhaching. Schlimmer hätte es am Sonntag in Osnabrück nicht kommen können: 0:1 verloren, auf einen Abstiegsplatz abgerutscht, den Torhüter durch Verletzung und zwei Spieler durch Platzverweise verloren.

Die Rückkehr von Claus Schromm auf die Trainerbank der Hachinger Profis war damit gründlich schiefgegangen – obwohl man die Partie beim VfL Osnabrück wieder einmal unter dem Motto abhaken musste: ziemlich dumm gelaufen. Die tonangebende Mannschaft war über weite Strecken die SpVgg, erst kurz vor dem Ende schlugen die Gastgeber mit dem 1:0 gnadenlos zu. Als in der Schlussphase erst Benjamin Schwarz, kurz danach auch noch Yannic Thiel die Gelb-Rote Karte sahen, war die Aufholjagd jäh gestoppt. Bitter, dass die beiden Routiniers nun eine Partie fehlen.

Noch viel bitterer war allerdings, dass für den frischgebackene Nationalspieler Stefan Marinovic die Partie bereits nach acht Minuten beendet war – und vermutlich auch die Saison. Bei einem Zusammenprall mit Osnabrücks Sembolo verletzte sich der 23-Jährige schwer an der Schulter und konnte nicht mehr weiterspielen. Mit einer ausgerenkten Schulter musste der Keeper ins Krankenhaus, erst gestern kehrte er nach Unterhaching zurück. Die genauen Ergebnisse der Untersuchung liegen noch nicht vor. „Ein paar Wochen wird’s aber dauern“, teilte Schromm mit – ein weiterer schwerer Rückschlag im Abstiegskampf.

Der hat mit der 0:1-Pleite extrem an Brisanz gewonnen. Weil Konkurrent Mainz 05 II seinen Aufwärtstrend weiter fortsetzen konnte und mit den Hachingern in der Tabelle die Plätze tauschte, läuft die SpVgg ab sofort der Musik hinterher und muss auf Ausrutscher der Kontrahenten hoffen, um in der Dritten Liga zu bleiben. Schromm blieb am Tag danach noch ruhig: „Schlecht wäre, wenn wir nach dem letzten Spieltag auf einem Abstiegsplatz wären, aber noch sind 21 Punkte zu vergeben. So wie die Jungs sich in Osnabrück präsentiert haben, ist es nur eine Frage der Zeit, bis was rausspringt."

In einer ziemlich niveauarmen Partie versteckten sich die Gäste nicht und setzten schon in der ersten Viertelstunde durch gefährliche Schüsse von Köpke, Schwabl und Abelski Ausrufezeichen. Die größte Chance verbuchte dennoch der VfL, Hachings Ersatzkeeper Felix Ruml klärte mit den Fingerspitzen gegen Alvarez (26.). Im zweiten Durchgang gab die SpVgg klar den Ton an, ohne dass aber viele Torchancen heraussprangen. Dittrichs Freistoß, der knapp am Tor vorbeiflog (51.), war die beste. Nachdem Menga mit einem Kopfball das Unterhachinger Gehäuse noch knapp verfehlt hatte (71.), traf vier Minuten später Kandziora zum 1:0.

„Die zweite Halbzeit war richtig gut“, sagte Schromm, er hatte aber sehr wohl auch die große Schwachstelle erkannt: „Wir haben viele Konterchancen fahrlässig liegenlassen. Da müssen wir viel effektiver und geradliniger werden. Wir sind aber auch nach der frühen Verletzung von Stefan Marinovic ruhig geblieben. Es ist einfach bitter, so ein Spiel dann zu verlieren.“ Mittelfeldspieler Kenny Redondo sprach von einer „von Beginn an guten und konzentrierten Leistung, vor allem nach der Halbzeit haben wir uns einige Möglichkeiten herausgespielt. Leider haben wir sie nicht genutzt.“ Abwehrspieler Thomas Hagn befand sogar: „Wir hatten das Spiel unter Kontrolle und haben es dominiert.“ Auch für den 20-Jährigen ein schwacher Trost: „Dann kriegen wir kurz vor Schluss wieder so ein unglückliches Gegentor und verlieren mit 0:1.“

Quelle: fussball-vorort.de

auch interessant

Meistgelesen

Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!
Sieg gegen FC Bayern: Haching bleibt überirdisch!
Unterföhring gelingt in Heimstetten die Revanche
Unterföhring gelingt in Heimstetten die Revanche
Eching verkauft sich in Deisenhofen lange Zeit teuer
Eching verkauft sich in Deisenhofen lange Zeit teuer
Dreier gegen Hertha: Madars Treffer erlöst Fürstenfeldbruck
Dreier gegen Hertha: Madars Treffer erlöst Fürstenfeldbruck

Kommentare