Spielern winkt bei Weiterkommen Prämie

Schromms Plan gegen Mainz: Schnell, direkt und mit viel Risiko

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Zurückhaltend optimistisch: (v.l.) Trainer Claus Schromm, Moderator Markus Piller und Mittelfeld-Chef Dominik Stahl bei der Pressekonferenz vor dem Pokal-Kracher am Sonntag.

SpVgg Unterhaching - Die Euphorie rund um den Sportpark ist groß vor dem DFB-Pokal-Erstrundenspiel der SpVgg Unterhaching am Sonntag (15.30 Uhr) gegen den FSV Mainz. Fast könnte man den Eindruck gewinnen, ein Sieg des Regionalligisten gegen den Bundesligisten wäre gar keine allzu große Überraschung.

Die Zuversicht im Lager der SpVgg Unterhaching ist vor allem durch die Pokal-Erfolge aus der Vorsaison begründet. Da wurde in der ersten Runde der damalige Bundesliga-Aufsteiger FC Ingolstadt (mit dem Ex-Haching-Trainer Ralph Hasenhüttl) sensationell aus dem Wettbewerb gekegelt, in der zweiten Runde dann der spätere Bundesliga-Aufsteiger RB Leipzig (wo Hasenhüttl übrigens jetzt Trainer ist). Und auch im Viertelfinale verkauften sich die Hachinger teuer. Gegen Champions-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen lagen sie sogar sechs Minuten in Führung, ehe das Aus folgte. Das ist freilich Geschichte.

Allerdings: Die Hachinger Mannschaft ist deutlich stärker als im vergangenen Jahr. Sechs Siege in sechs Regionalliga-Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Jede Position ist doppelt besetzt, der Konkurrenzkampf innerhalb des Kaders hoch. Ex-Löwe Dominik Stahl, nun Führungsspieler im SpVgg-Mittelfeld, stellte am Freitag fest: „Wenn wir unser Potenzial abrufen, sind wir in jedem Ligaspiel in der Lage zu gewinnen.“

Allerdings: Die Hachinger Mannschaft wird anders agieren müssen als in der Regionalliga, wo sie bislang jeden Gegner dominierte. Das ist gegen den FSV Mainz unmöglich. „Wie müssen anders spielen“, bestätigt SpVgg-Cheftrainer Claus Schromm. „Schneller und direkter nach vorne. Und damit natürlich auch mit mehr Risiko.“ Auch Schromm vermittelt den Eindruck, dass er seiner Mannschaft eine ganze Menge zutraue. Er sagt aber auch: „Priorität hat diese Saison die Liga.“ Klar: Man will aufsteigen.

Dominik Stahl ist bislang positiv überrascht von seiner neuen Mannschaft. Er hätte sich so einen Saisonstart bestenfalls erträumt. Die Aussichten im Pokal schätzt er freilich realistisch ein: „Hier spielt ein Erstligist gegen einen Viertligisten. Das darf man nicht vergessen. Wenn wir alles abrufen, können wir Mainz vielleicht vor größere Probleme stellen. Und dann schauen wir, was am Ende auf der Anzeigetafel steht.“

Sollte den Hachingern tatsächlich die nächste Pokal-Sensation gelingen, dürfen sie mit einer schönen Prämie rechnen. „Unser Präsident ist da recht großzügig. Großzügiger als ich es wäre“, sagt Schromm und grinst. Im Sportpark wird von rund 50.000 Euro gemunkelt, die an die Mannschaft ausgeschüttet werden könnten, offiziell bestätigt ist die Summe aber nicht. Eine weitere Pokalrunde wäre für die klamme SpVgg aber von allergrößter Bedeutung.

FUSSBALL VORORT berichtet von der Partie gegen Mainz im LIVE-TICKER

Text: Robert Gasser

Quelle: fussball-vorort.de

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