Landesliga Südost

60 Sekunden Offensivspektakel sind nicht genug

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Eching steht Kopf! Florian Bittner feiert mit einem Salto seinen Treffer zum 2:0 – zum Sieg reicht es nicht.

Mühsam ernährt sich der Abstiegskämpfer. Der TSV Eching trennte sich am Mittwochabend 2:2 (2:1) vom SV Türkgücü-Ataspor München und holte damit am dritten Spieltag das zweite Remis. Dabei sah es nach 27 Minuten noch nach einem klaren Sieg aus.

Eching – Gut 20 Minuten lang konnten die Echinger Fans einen schönen Sommerabend genießen. Auf dem Platz passierte gar nichts, den beiden quasi neu zusammengestellten Mannschaften war anzusehen, dass am dritten Spieltag noch nicht viel eingespielt ist. Dann aber explodierte der TSV Eching, brannte 60 Sekunden lang ein Offensivfeuerwerk ab und führte mit 2:0. Die beiden wunderbar herausgespielten Treffer entschädigten für jede Sekunde Leerlauf. Pascal Preller, der in der 23. Minute die erste große Chance hatte, spielte drei Minuten später drei Mann aus. Nach seinem brasilianischen Solo stoppte er nahezu frei vor dem Tor, schlug noch einen Haken und legte ab auf Mittelstürmer Marc Gundel, der den Ball über die Unterkante der Latte ins Tor drosch. Beim nächsten Angriff umspielte Gundel den ehemaligen Echinger Torwart Alexander Heep, der 20 Meter vor dem Gehäuse einen Schritt zu spät kam. Gundel fand in der Mitte Co-Trainer Florian Bittner, der das Leder nur noch zwischen zwei Verteidigern hindurch in die Maschen befördern musste (27.).

Türkgücü-Ataspor hatte jedoch auch gute Momente. In der 28. Minute rettete Alessandro Kestler mit einer Großtat im Eins gegen Eins die 2:0- Führung. 20 Sekunden vor der Pause gelang den Gästen dann aber doch der Anschlusstreffer: Der in der vergangenen Saison noch beim Bayernliga-Meister VfR Garching beschäftigte Dennis Vatany traf mit seinem Distanzschuss genau rechts oben ins Kreuzeck.

Nach der Halbzeit wurde es richtig eng für die Echinger, die sich zu weit zurückzogen und Türkgücü-Ataspor komplett das Feld überließen. Die Münchner kamen teilweise sehr leicht vor den Echinger Strafraum und so zu einem halben Dutzend bester Möglichkeiten. Die allerbeste hatte Vatany, der zehn Minuten vor Schluss aus drei Metern freistehend am leeren Kasten vorbeiköpfte. Fünf Minuten später hatte der TSV dann aber sein Glück aufgebraucht: Nach einer Ecke fiel der Ausgleich, den der Unparteiische dem TSV-Verteidiger Rupert Poschenrieder als Eigentor zuordnete. Der Kopfball davor kam von Cengiz Ötkün.

Das unterhaltsame Fußballspiel war aber noch lange nicht zu Ende: Die Münchner drehten noch einmal richtig auf und waren bei zwei Topchancen dem Siegtreffer nahe. Doch die in der zweiten Halbzeit viel zu passiven Zebras hatten noch einen Superkonter in petto: In der 92. Minute fehlte nicht viel, und Marc Gundel hätte den Ball rotzfrech durch die Beine von Torwart Heep gespitzelt. Nach dieser Szene war Feierabend.

Fazit: Zwei Punkte aus drei Spielen sind nicht viel, aber auch nicht wenig. Die Truppe von Trainer Willi Kalichman hat auf jeden Fall ihre Landesliga-Tauglichkeit bewiesen.Statistik:TSV Eching: Kestler – Schuler, Poschenrieder, Hahner, Basic (58. Frank) – Del Valle Ledesma, Juric (70. Diop) – Aden (75. Doms), Bittner, Preller – Gundel.Tore: 1:0 Gundel (26.), 2:0 Bittner (27.), 2:1 Vatany (45.), 2:2 Poschenrieder (85., Eigentor).Gelbe Karten: Aden, Preller, Frank, Doms.Schiedsrichter: Andreas Weichert (SC Bogenhausen).Zuschauer: 140.

Quelle: fussball-vorort.de

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