Setzt FCP einen Fuß ans rettende Ufer?

Höß hört im Falle des Abstiegs sofort auf

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Landesliga ist nicht sein Ding: Im Falle des Abstiegs würde Conny Höß den Staffelstab an seine Nachfolger weiterreichen.

Wenn der FC Pipinsried am Pfingstsamstag um kurz vor 14 Uhr in die FCP-Arena einlaufen wird, hoffen alle Betreuer, Spieler und Fans des Dachauer Landkreisvereines, dass es das letzte Heimspiel in der Saison 2015/2016 sein wird. Die Alternative bedeutet: Nachsitzen.

Das Match des Fußball-Bayernligisten gegen die SpVgg Hankofen-Hailing könnte also der vorletzte Punktspielauftritt des FCP in der laufenden Serie sein. Um der Abstiegs-Relegation aus dem Weg zu gehen, würde den Pipinsriedern (37 Punkte) nach aktuellem Stand der Dinge sogar der aktuelle Tabellenplatz 14 genügen. Denn der direkte Konkurrent aus der Bayernliga Nord (Würzburger FV) hat nach 32 Spieltagen lediglich 32 Punkte auf dem Konto, fünf weniger als der Süd-Vertreter Pipinsried.

Für die SpVgg Hankofen-Hailing ist die Saison bereits gelaufen. Die Niederbayern stehen mit 43 Punkten auf dem achten Tabellenplatz, sie können damit auch rechnerisch nicht mehr absteigen.

Für FCP-Coach Bernd Weiß bedeutet das: „Wir müssen Hankofen den Spaß nehmen, das ist das wichtigste gegen eine Mannschaft, für die es um nichts mehr geht.“ Doch der Respekt vor der Mannschaft aus Niederbayern ist beim FC Pipinsried groß. Weiß weiß: „Das ist eine gute Mannschaft, besonders bei Standardsituationen müssen wir extrem aufpassen. Die Spiele Pipinsried gegen Hankofen-Hailing sind immer eine heiße Angelegenheit. Wir dürfen uns gegen diese Mannschaft auf nichts einlassen, müssen hochkonzentriert zu Werke gehen.“

Mit 37 Punkten befindet sich der Bayernligist von der Dachauer Landkreisgrenze mitten im Abstiegskampf. Nur ein Punkt trennt den FCP von Platz Nummer 15, der auf jeden Fall die Teilnahme an der Abstiegs-Relegation bedeuten würde. Allerdings ist der Rückstand auf Platz zehn, den aktuell der Lokalrivale TSV 1865 Dachau inne hat, mit nur zwei Punkten vergleichsweise gering.

Für FCP-Präsident Konrad Höß ist klar: „Wenn wir dieses Spiel gewinnen, dann wird es reichen.“ Auch Bernd Weiß gibt sich vor dem Spiel zuversichtlich: „Wir können diese Hürde überspringen. Wir haben den kompletten Kader zur Verfügung und damit eine gute Ausgangsposition. Wir müssen die drei Punkte holen, um am letzten Spieltag noch alles selbst in der eigenen Hand zu haben.“ Für den Pipinsrieder Übungsleiter ist klar: „Wir müssen das Stimmungsbarometer in der Mannschaft hoch halten, das ist das wichtigste.“

Für Höß wäre der Klassenerhalt in dieser Spielzeit eine Sensation: „Wir haben eine sehr schwierige Serie hinter uns. Im Sommer waren wir ein Scherbenhaufen, ich ziehe meinen Hut vor der Leistung von Bernd Weiß. Er hat hier hervorragende Arbeit geleistet.“Dennoch stellt der Pipinsrieder Präsident fest: „Für mich haben außerhalb des Platzes in dieser Saison sehr viele Sachen nicht gepasst. Viele Spieler haben uns vor der Saison von heute auf morgen verlassen, teilweise bin ich wegen Verträgen sogar vor Gericht gestanden. Dieser Klassenerhalt würde mir mehr bedeuten als eine Meisterschaft.“

Höß hört im Falle des Abstiegs sofort auf

Der FCP-Präsident Konrad Höß macht sich bereits Gedanken über die Zukunft. So wird Fabian Hürzeler (23), aktuell noch beim TSV 1860 München II unter Vertrag, im kommenden Sommer als Spielertrainer die Geschicke beim FC Pipinsried leiten. Höß will sich zu diesem Thema noch nicht äußern: „Jetzt steht erst einmal der Klassenerhalt im Vordergrund.“ Bernd Weiß wurde über diese Personalie von Höß noch nicht informiert.Doch was passiert, wenn der FCP den Gang in die Landesliga antreten muss? Für Höß ist klar: „In der Landesliga mache ich nicht mehr weiter. Dann müssen andere Leute die Sache in die Hand nehmen. Mit Roland Küspert und Robert Steurer stehen bereits zwei Nachfolger bereit, die hinter sich auch ein starkes Team wissen.“

Und Hürzeler, würde er kommen wenn es mit dem FCP in die Landesliga geht?In einem Interview bei Fußball-Vorort äußerte er sich jüngst auch dazu: „Dann müssten wir uns noch einmal zusammensetzten, aber ich bin von der Qualität der Mannschaft überzeugt und denke nicht, dass sie absteigt“, so Fabian Hürzeler. „Ich freue mich auf die Aufgabe in Pipinsried und will dort versuchen, jeden Spieler ein Stück besser zu machen.“

Text: Matthias Kovacs

Quelle: fussball-vorort.de

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