Freundschaftsspiel war ein voller Erfolg

Spiel gegen Flüchtlingsteam: 15:2 für die Integration

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Die Ex-Profis Angelo Vaccaro (l.) und Darlington Omodiagbe fühlen sich noch immer mit der SpVgg Unterhaching verbunden.

SpVgg Unterhaching - Rund 500 Zuschauer waren an der Sportanlage an der Papinstraße erschienen, um sich die Partie des Regionalligisten gegen die aus vielen Flüchtlingen bestehende Münchner C-Klassen-Mannschaft anzusehen.

 Zudem übertrug der Fernsehsender „Sport1“ die Veranstaltung live und in voller Länge. Das neue Projekt in Neuaubing, wo die erste Flüchtlingsmannschaft im Spielbetrieb des Bayerischen Fußball-Verbandes gegründet wurde, stand im Zentrum des Interesses.

Neben dem Ex- Fußball-Profi Jimmy Hartwig, der sich zusammen mit dem Münchner BFV-Kreisvorsitzenden Bernhard Slawinski für dieses Projekt engagiert hatte, verfolgte auch Claudia Stamm interessiert das Geschehen vom Spielfeldrand. Die bayerische Landtagsabgeordnete der Grünen war begeistert. „Ich finde die Veranstaltung klasse. Es ist toll, dass der ESV Neuaubing so etwas ausrichtet“, sagte die Ottobrunnerin.

Vor allem für das Gastgeber-Team war die Veranstaltung ein großes Highlight. „Einmal im Leben gegen einen Profi-Verein vor so einem Publikum zu spielen, ist ein Traum. Das bringt sie weiter, sich zu integrieren“, freute sich Neuaubings Trainer Matthew Okoh, einst selbst für die Hachinger in der 2. Liga aktiv. Aber auch die SpVgg fand durchaus Gefallen an dem Testspiel

„Hier kann man sehr gut sehen, was für eine wichtige Rolle der Sport spielt. Vor allem für Dinge wie die soziale Integration und das Gemeinschaftsgefühl. Es war ein super Event in Neuaubing“, befand Chef-Trainer Claus Schromm. Das Sportliche stand in Neuaubing weniger im Vordergrund. Dass am Ende die Hachinger den Test mit 15:2 gewannen, rückte in den Hintergrund. Vielmehr stand das bunte Rahmenprogramm im Fokus. Dazu gehörte das Vorspiel zwischen einer Hachinger Traditionself gegen den FC Sternstunden.

In der Partie mit zahlreichen Ex-Hachinger Profis wie Ralf Bucher, Angelo Vaccaro, Darlington Omodiagbe und Dennis Grassow gab es zahlreiche Tore zu sehen. Vier Treffer Vaccaros reichten allerdings nicht für einen Hachinger Sieg. Die Allstars verloren mit 4:9.

Vierfachtorschütze Vaccaro, der aktuell Sportvorstand beim Regionalligisten FC Homburg ist, nahm es gelassen. Vaccaro war aus dem Saarland vor allem wegen seinen ehemaligen Kumpels angereist. „Es hat mich gefreut alte Gesichter zu sehen“, sagte Vaccaro. Der einstige Abwehrrecke Omodiagbe, der aktuell für den nigerianischen Fußballverband in Deutschland, Schweiz und Österreich nach Talenten scoutet, kam von seinem aktuellen Wohnort am Bodensee eigens angereist. „Wichtig war für mich, dass man hier was Gutes leisten kann. Und dass man Spaß haben kann“, sagte Omodiagbe.

Text: Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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