SpVgg brennt auf vierten Titelgewinn

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Bundesweit im Fokus stehen Trainer Claus Schromm und seine SpVgg Unterhaching am Samstag – das BFV-Pokalfinale gegen den frisch gekürten Zweitliga-Aufsteiger Würzburg wird live in der ARD übertragen.

SpVgg Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching will im bayerischen Pokalendspiel an diesem Samstag (14.30 Uhr) gegen den Zweitliga-Aufsteiger Kickers Würzburg den Titel verteidigen.

Klappt es nach drei bayerischen Pokalsiegen (2008, 2012 und 2015) mit einem viertel Titel für die SpVgg? Präsident Manfred Schwabl, der 2000 Zuschauer im Sportpark erwartet, glaubt jedenfalls: „Das wird Highlight.“

Allerdings eins, bei dem die Luft ein klein bisschen draußen ist. Denn: Unabhängig vom Spielausgang sind die Würzburger als Zweitliga-Aufsteiger und damit ebenso auch die Hachinger als Finalist beide automatisch für den DFB-Pokal der kommenden Saison qualifiziert. Abgesehen von der 5000-Euro-Siegprämie gibt es also keinen sonderlichen Zusatznutzen.

Das Renommee und die Chance, sich bundesweit im Fernsehen präsentieren zu können, spornt die Rot-Blauen freilich an: Sie wollen sich zum Saisonabschluss noch einmal von ihrer besten Seite präsentieren – so wie schon im nationalen Pokal in dieser Saison, als sie in den ersten beiden Runden einen Bundesligisten (Ingolstadt) und ein Zweitliga-Spitzenteam (RB Leipzig) schlugen.

Was von den frisch in die 2. Bundesliga aufgestiegenen Kickers zu erwarten ist, bleibt abzuwarten – für die Mannschaft von Trainer Bernd Hollerbach geht es um nicht mehr viel. Möglich, dass die Würzburger siegestrunken und nicht ganz so fokussiert ob des am Dienstag in Duisburg geglückten Zweitliga-Aufstieges nach Unterhaching kommen. SpVgg-Kapitän Josef Welzmüller sieht diese Konstellation allerdings mit gemischten Gefühlen: „Für mich ist das ein zweischneidiges Schert. Sie werden mit Sicherheit eine Euphorie haben, was aber auch gefährlich sein kann. Es wird auf jeden Fall ein schwieriges Spiel für uns werden.“

Das kann SpVgg-Trainer Claus Schromm, der möglicherweise im Endspiel weiterhin auf die Dienste der angeschlagenen Thomas Steinherr (Sprunggelenk) und Max Dombrowka (Reha nach Innenbandanriss) verzichten muss, nur bestätigen. Der 47-Jährige erwartet einen sehr starken Aufsteiger: „Es ist sensationell, was Würzburg im letzten Relegationsspiel und in diesem Jahr abgeliefert hat. Motivationsprobleme werden sie auf gar keinen Fall haben, weil sie momentan einen brutalen Flow haben. Würzburg wird mit Sicherheit mit einer sehr selbstbewussten und motivierten Mannschaft auftreten“, sagt Schromm, der mit seiner Mannschaft seit dem letzten Liga-Spiel gegen Buchbach am 18. Mai bis gestern sieben Tage frei gegeben hatte.

Gut erholt und motiviert geht Hachings ins Finale. Kapitän Welzmüller spornt sich mit einem Rückblick auf 2015, als Haching mit 8:7 im Elfmeterschießen bei der SpVgg SV Weiden den Pokalsieg holte, fürs Finale dahoam an: „Vergangenes Jahr war das schon ein geiles Gefühl, das wir dieses Jahr noch einmal erleben wollen!“

Text: Robert M. Frank

Quelle: fussball-vorort.de

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